Gewerkschaft Verdi gibt "Winterdienst-Brotzeit" aus
Ausgleich für Mangel an Anerkennung

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.04.2013
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Winterdienst-Trupps in den Bauhöfen, Müllwerker, Postzusteller oder Busfahrer gehören zu den Berufsgruppen, denen Kälte, Schnee und Eis viel abverlangen.

"Dazu kommt noch ein gesellschaftliches Umfeld, das Eure schwere Arbeit immer weniger schätzt und Euch am liebsten mit Niedriglöhnen abspeisen würde. Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen", sagte der Verdi-Ortsvereinsvorsitzende Manfred Weiß bei der Begrüßung zu einer "Winterdienst-Brotzeit" im Gasthaus "Zum Wulfen" in Kauerhof. Die Einladung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft solle den Mangel an öffentlicher Anerkennung ein Stück weit ausgleichen, betonte Weiß.

Oft bei Nacht und eisigem Frost setzten sich die Beschäftigten dafür ein, dass die Bürger auch in Ausnahmezeiten ein weitgehend normales Leben führen könnten. "Und dann bekommen sie manchmal noch Kritik von Leuten zu hören, die glauben, ihre Straße müsste unbedingt frühmorgens als erste geräumt werden."

Weit mehr Sorgen bereite den Gewerkschaften aber, dass nach wie vor riesige Profite eingefahren würden, während immer mehr Menschen von ihrer Arbeit nicht mehr leben könnten. "Wir wollen anständige Löhne und keine Almosen", machte Weiß deutlich. Dafür gelte es einzutreten auch und gerade am 1. Mai. Hauptredner der DGB-Kundgebung in Sulzbach-Rosenberg werde Norbert Flach sein, früher Geschäftsführer der ÖTV in Amberg und jetzt stellvertretender Landesbezirksleiter bei Verdi Bayern.
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