HC Sulzbach wacht erst nach der Pause auf - 34:36-Niederlage in Münchberg zum Abschied aus der ...
Meister im Feiermodus fehlt die rechte Lust

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.04.2013
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Handball wird im Kopf entschieden, denn hier entstehen Motivation und Siegeswille. Wenn dann am letzten Spieltag zwei Mannschaften aufeinandertreffen, von der eine noch ein klein wenig Hoffnung auf den Relegationsplatz hat, während die andere seit zwei Wochen im Feiermodus ist, kann es schon einmal passieren, dass der Meister nach wenigen Minuten mit 1:8 zurückliegt. So geschehen in der Handball-Landesliga Nord in Münchberg, wo der TV einen verdienten 36:34-Heimsieg feierte, auch wenn der HC Sulzbach am Ende dann doch noch etwas aufwachte.

Genutzt hat es den Oberfranken aber letztendlich nichts mehr, denn der TSV Winkelhaid ließ gegen Schlusslicht Gerolzhofen nichts mehr anbrennen und holte sich mit einem 37:28-Erfolg den begehrten zweiten Platz. Auch in der Abstiegsfrage ist fast alles geklärt. Neben den bereits feststehenden Gerolzhofenern und der HG Ansbach muss auch der HSV Hochfranken zurück in die Bezirksoberliga. Der TV Helmbrechts darf noch hoffen, dass von den höheren Ligen keiner mehr zusätzlich in die Landesliga muss, dann wäre er gerettet. So haben sich nun die beiden letztjährigen Absteiger aus Sulzbach und Winkelhaid doch wieder durchgesetzt.
Dass die Partie kein Leckerbissen mehr werden würde, war von vornherein klar. Dass die Startphase so krass verschlafen wurde, lag zum einen an der hohen Motivation des Gegners, aber auch an den vielen technischen Fehlern und vergebenen Chancen des Meisters, der auch im Rückzugsverhalten keine rechte Lust zeigte. So kamen die Münchberger zu vielen schnellen Toren über den Gegenstoß und der Rückstand der Gäste konnte bis zur Pause nur mehr marginal verbessert werden (13:18).

Nach der Halbzeit war die Partie zwar ausgeglichener, da nun langsam der Kampfgeist der Gäste erwachte, doch die bessere Angriffsleistung verdarb man sich in der Abwehr, die gegen den starken Münchberger Rückraum mit Thorsten Kraus und Vit Kalas nicht dagegenhalten konnte. Zwölf Minuten vor dem Ende schien das Spiel längst entschieden (25:33), doch plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft. Sechs Tore in Folge brachte die Herzogstädter auf zwei Tore heran (31:33), doch in den letzten Minuten wurden die entscheidenden Würfe vergeben und Münchberg rettete den Vorsprung bis zum Endstand von 36:34 über die Zeit.
Ein starker Stefan Ströhl und ein torhungriger Toni Kreyßig, der übrigens wie auch schon zuvor sein Bruder Björn die Saison mit einer Roten Karte beendete, waren zu wenig, um den Heimnimbus der Münchberger zu zerstören.

HC Sulzbach: Tor: Vojtech, Prasse. Feld: Ströhl (9/3), Toni Kreyßig (8), Baumgärtel (4), Forster (3), Smolik (3), Schmidt (2), Paulus (2), Meyer (1), Björn Kreyßig (1), Krizek (1).
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