Hege- und Naturschutzschau der Jäger-Kreisgruppe in Großenfalz - Gegen Schonzeit-Aufweichung
Glaubwürdig und fair als Grundsatz

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.04.2013
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Jäger erfüllen ihre Aufgaben, und sie folgen auch den Grundsätzen ihrer Waidgerechtigkeit: Ein klares Nein setzte Bayerns Vizepräsident Dr. Günther Baumer bei der traditionellen Hegeschau allen Bestrebungen entgegen, die Jagd auf den Rehbock in der Schonzeit quasi zu tolerieren, die Erlegungszeit des Rehwildes bis 31. Januar auszuweiten oder gar im Wintergatter Hirsche zu schießen.

Schallende Jagdhörner künden jedes Jahr im April in Großenfalz von der großen Hege- und Naturschutzschau der Jäger-Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg. Dort spiegeln die Gehörne der erlegten Rehe Jagderfolg und Gesundheitszustand des Wildbestandes wider. Auch heuer kamen neben den Waidmännern Vertreter der Jagdgenossenschaften, des Naturschutzes, der Imker, der Waldbesitzer, der Landwirte, von Behörden, aus Politik und Wirtschaft in den Wagner-Saal. Kreisvorsitzende Lore Kaiser hieß besonders die Repräsentanten der benachbarten Jägervereinigungen willkommen, Franz Erras für die Amberger, Dieter Möller für die Auerbacher Jäger und Bodo Wolf für Hahnbach.

"Ethisch jagen"

Lore Kaiser trat für ein verträgliches Miteinander unter Grundbesitzern und Jägern ein. "Nur gemeinsam können die an uns gestellten Forderungen bewältigt werden!" Es liege an den Jägern, Glaubwürdigkeit zu verkörpern und ethisch zu jagen.

Stellvertretender Landrat Richard Gaßner pries das harmonische Miteinander in der Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg und lobte den Sachverstand, den die Jäger stets auch in Diskussionen oder Auseinandersetzungen einbrächten. Bürgermeister Michael Göth wünschte allen Waidmännern ein erfolgreiches Jagdjahr, und Franz Erras stellte sich als neuer Amberger Kreisgruppenchef kurz vor. Das Amt für Landwirtschaft vertrat Forstdirektor Richard Schecklmann. Dieser machte den Hegegemeinschaften im Sulzbach-Rosenberger Raum ein Kompliment: Das Forstliche Gutachten habe ergeben, dass alle ihre Reviere eine tragbare-Verbisssituation aufwiesen. Das sei im Landkreis nicht überall so, eher anders. "Wir hoffen auf entsprechende Abschussplanung in den betroffenen Revieren!", so der Forstdirektor. Jagd leiste einen unverzichtbaren Beitrag zur Land- und Forstwirtschaft.

Thema Naturschutz

Schecklmann sprach auch die Dauerbeobachtungsflächen an, die in verschiedenen Revieren eingerichtet seien und die wertvolle Hinweise auf Verbiss-Auswirkungen gäben.

Naturschutz-Beauftragter Klaus Paul hatte einen Infostand aufgebaut mit den Themen Streuobstwiese, Waldsaum und Wildacker - hier gebe es vom BJV in der Regel Zuschüsse, so Lore Kaiser.

Die Bläsergruppe der Kreisgruppe unter Hornmeister Heiner Windisch umrahmte die Schau mit traditionellen Jagdsignalen. (Zum Thema)
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