18.04.2013 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Heilpraktikerin gibt AOVE-Alltagsbegleitern viele Tipps Im Reich der Aromen

Heilpraktikerin Tanja Berberich (rechts) informierte die AOVE-Alltagsbegleiter über die Anwendung von Düften, um das Wohlbefinden von demenzkranken Menschen zu steigern. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

"Aromapflege - naturheilkundliche Maßnahmen bei dementiell erkrankten Menschen": Dieses Thema stand im Mittelpunkt einer Fortbildung für AOVE-Alltagsbegleiter. Heilpraktikerin Tanja Berberich gab den Teilnehmern viele Tipps. Und die Alltagsbegleiter nahmen sich fest vor, die Massagen auszuprobieren, wenn sie das nächste Mal die Senioren besuchen.

Die Referentin sah in der Aromatherapie bei Demenz einen möglichen Weg der Kommunikation, wenn eine sprachliche Verständigung nicht mehr möglich ist. "Insbesondere Düfte geben Raum für Erinnerung und Gefühle", erklärte Berberich. Ätherische Öle könnten verschieden eingesetzt werden, wobei aber wichtig sei, dass der Erkrankte die Düfte kenne. Von Duftlampen riet die Heilpraktikerin ab. Besser geeignet seien elektrische Verdampfer, Duftsteine, Raumspray. Um Räume zu aromatisieren könnten feuchte Tücher mit Aromaölen über die Heizung gehängt werden. Genauso gut seien Duftpotpourris, Kräuterkissen, Wickel und Auflagen sowie beduftete Taschentücher. Bekannte Düfte könnten Senioren das Eingewöhnen im Heim, Krankenhaus oder in der Tagespflegeeinrichtungen erleichtern.
Berberich zitierte Studien, wonach bei 60 Prozent der Untersuchten eine 30-prozentige Verbesserung bei Unruhe nach vierwöchigem Auftragen von Melissen- oder Lavendelöl aufgetreten sei. Die Heilpraktikerin riet, 100 Prozent naturreine Öle zu verwenden, diese aber - bis auf wenige Ausnahmen - nicht pur auf die Haut aufzutragen. Sie warnte vor Überdosierungen, da diese schädliche Auswirkungen haben können.

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