24.01.2012 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Jahresbesuch von SPD und Bürgermeisterkandidat Michael Göth bei Polizei und Feuerwehr Keine Hinweise auf rechte Umtriebe

Ein gutes Miteinander der Entscheidungsträger untereinander, das ist für SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Göth "unabdingbar". Deshalb sei es für die Sozialdemokraten vor Ort jedes Jahr selbstverständlich, die Rettungskräfte zu besuchen. Zusammen mit Landtagsabgeordnetem Reinhold Strobl, Bezirksrat Richard Gaßner, der SPD-Stadtratsfraktion und Vertretern des Ortsvereinsvorstands fragte Göth bei Polizei und Feuerwehr Rosenberg nach Sorgen und Nöten.

von Autor KÖKProfil

Roland Renner, Chef der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg, und sein Stellvertreter Klaus Erras sprachen als großes Problem die Personalsituation an. Die Zahlen in Bayern muteten zunächst gut an, doch seien viele angehende Beamte noch in der Ausbildung gebunden. Auch die PI in der Herzogstadt könne außer beim Praktikum nicht auf Auszubildende der Bereitschaftspolizei zurückgreifen. Angesichts der kontinuierlich steigenden Arbeitsbelastung der PI Sulzbach-Rosenberg halten Renner und Erras deshalb eine Neuberechnung des Bedarfs an Beamten für notwendig. Strobl versprach, im Landtag eine entsprechende Anfrage zu stellen.

Ihm dankten die Leiter der PI im Namen ihrer Kollegen dafür, dass er sich für die energetische Sanierung des Gebäudes eingesetzt habe. Hier wurden 140 000 Euro für die Abdichtung des Daches und der Fenster sowie in einen Brenner investiert.

Insgesamt sieht die Polizei die Entwicklungen in der Stadt positiv, so gingen beispielsweise die Vandalismusschäden zurück. Andererseits verzeichnet sie einen Anstieg der Fahrraddiebstähle, der häuslichen Gewalt und der Drogenkriminalität. Sehr gefreut haben sich die SPD-Vertreter darüber, dass die Polizei keinerlei Hinweise darauf hat, dass die rechte Szene in Sulzbach-Rosenberg Fuß gefasst habe.
Göth dankte den Beamten noch einmal für ihren Einsatz bei der Demo am Bahnhof im vergangenen Jahr. Er versprach, dass er und die SPD vor Ort sich auch weiterhin in Zusammenarbeit mit dem Bündnis gegen Rechts dafür einsetzen werden, den Rechten in Sulzbach-Rosenberg keine Chance zu geben.

Gute Zusammenarbeit

Die Feuerwehr Rosenberg dankte der SPD für die "außerordentlich gute Zusammenarbeit" bei Stadtratsentscheidungen. Ein Problem für die Aktiven sei die unklare Situation bei der Ölspurbeseitigung. Hier brauche es für die Einsatzkräfte eine klare Regelung. Kommandant Jürgen Schloß sprach auch die neue Body-Mass-Index-Festlegung (BMI) für Atemschutzträger an. Das habe der Wehr Einsatzkräfte gekostet. Für Schloß sei diese Regelung trotzdem sinnvoll, da die Arbeit immer belastender werde und es in den letzten Jahren auch mehrere Todesfälle bei Einsätzen gegeben habe.

"Wenn man mitten in der Nacht aus dem Tiefschlaf zum Einsatz gerissen wird, ist das eine extreme Belastung für den Körper." Er befürwortet auch eine BMI-Obergrenze von 35 für alle Aktiven. Dann müsste aber auch dafür gesorgt werden, dass sich die Dienstleistenden fit halten könnten. Ein Beitrag seitens der Stadt zur Mitgliedschaft im Fitnessstudio wäre eine Möglichkeit.

Des Weiteren werde es in Zukunft weitere Anreize für den Dienst bei der Wehr geben müssen. Eine spezielle "Feuerwehrrente", Jugendleiterentschädigungen oder Vergünstigungen gebe es schon in andernorts.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.spd-sulzbach-rosenberg.de

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.