20.09.2007 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Kirwaburschen und -moidln stiften Skulptur, die ihr Lebensgefühl ausdrückt - Im Hof des ... Ein Denkmal für die Kirwa und die Heimat

von Autor (gri)Profil

Der Landkreis Amberg-Sulzbach ist das "Land der 100 Kirwan". Dass sie stolz auf diesen bayernweit einmaligen Umstand und auf die damit verbundene lange Tradition sind, wollen die Kirwaburschen und -moidln aus der Region jetzt mit einer noch nicht dagewesenen Aktion ausdrücken: Sie stiften ihrer Heimat ein Kirwadenkmal - das "tanzende Kirwapaar".

Die Figur, die der Amberger Grafiker und Bildhauer Harald Bäumler (32) gestaltet hat, ist aus Bronze gegossen, 88 Zentimeter hoch und gut 80 Kilogramm schwer. Sie zeigt einen sich schwungvoll drehenden Burschen, der ein Moidl an den Hüften hält: das, was den Höhepunkt einer jeder Kirwa ausmacht, den Tanz der Kirwapaare um den Kirwabaum.

In die Augen schauen

Die Heimatpfleger des Landkreises, die mit dem Thema Kirwa befasst sind, haben die Kunstaktion initiiert: Uli Piehler aus Freudenberg sowie Hans Wild (Hirschau), Martha Pruy (Schnaittenbach) und Heike Pilhofer (Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg). "Das tanzende Kirwapaar soll das einzigartige Lebensgefühl der Kirwa-Generationen ausdrücken", sagt Piehler.
Wenn die Figur einmal steht, hat sie eine Höhe von etwa 1,60 Meter. Denn die 88 Zentimeter hohe Bronzestatue wird auf einen etwa 80 Zentimeter hohen Sockel aus heimischem Sandstein montiert. "Der Betrachter soll dem Kirwapaar in die Augen schauen können", erklärt Harald Bäumler dazu. Die Figur ist so konzipiert, dass sie rundherum, von allen Seiten aus anzusehen ist.

In den vergangenen Tagen hat zahlreiche Kirwaburschen und -moidln, Kirwafreunde und -musikanten im ganzen Landkreis ein von den Initiatoren unterzeichneter Aufruf erreicht. Möglichst alle Kirwagesellschaften aus dem Landkreis sollen einen kleinen Beitrag zur Realisierung des Projekts leisten, heißt es darin. "Das ist das erste und vielleicht für lange Zeit einzige Projekt, das alle Kirwagesellschaften gemeinsam auf die Beine stellen."

Das Denkmal soll im Sinne der Kirwaburschen und -moidln mit Leben erfüllt werden. "Es soll das Gemeinschaftsgefühl der Kirwaleit im ganzen Landkreis festigen und wird vielleicht zu einem gern vereinbarten Treffpunkt", sagt Uli Piehler.

Im Zentrum des Landkreises

Ein geeigneter Standort ist auch schon ausgemacht: Die Figur soll im Innenhof des Landratsamts - auf neutralem Boden und etwa in der Mitte des Landkreises - an der Vils, direkt neben der Stadtbrille aufgestellt werden. "Wir wollen, dass die Figur einen würdigen Platz bekommt, dass sie gesehen wird", sagt Tanzlehrer Hans Wild dazu. Landrat Armin Nentwig und das Bauamt des Landkreises haben für diese Lösung bereits ihre Unterstützung zugesagt.

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