20.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Kleine "Mafiosi" meistern Zeltlager des CVJM Rosenberg - Bibelarbeit und viele Spiele Neun Tage glücklich ohne Strom

"Heio, heio, hey", dröhnte es durch das große "Vierzger-Zelt" am Silbersee bei Tiefenbach: Fahrten- und Lagerfeuerlieder wie "Wir lieben die Stürme" läuten täglich das Abendprogramm des Sommerlagers des CVJM Rosenberg ein. Mit dabei: 40 Jungen im Alter von acht bis 13 Jahren. Neun abenteuerreiche Tage fernab von Handy, Internet und Playstation lagen vor ihnen.

Stolz präsentierten die Teilnehmer am CVJM-Zeltlager ihre Siegerurkunden nach dem Gruppenspiel. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Als die Teilnehmer in den Bus einstiegen, waren sie noch normale Jungen. Doch im Lager angekommen, durften sie den "Kriminellen" in sich zutage fördern. Denn das Sommerlager stand unter dem Motto "Mafiosi". Mitarbeiter und Teilnehmer verkleiden sich deshalb mit schwarzem Anzug, Krawatte, Sonnenbrille und Hut als Mitglieder eines Mafia-Clans.

Lohn für Ordnung

Regeln bestimmten den Alltag im Lager. So durften die Kinder nicht auf eigene Faust den angrenzenden Wald erkunden. Auch auf Ordnung wurde Wert gelegt: Jeden Tag kontrollierte ein Mitarbeiter die Zelte der Teilnehmer. Herrschte Chaos, war erst einmal aufräumen angesagt. Jungen, die ihre Zelte sauber hielten, wurden dagegen belohnt.

Wichtig: Sobald die Kinder ein bestimmtes Trompetensignal hörten, mussten sie sich so schnell wie möglich um den 15 Meter hohen Baumstamm in der Mitte des Platzes versammeln. Der diensthabende Mitarbeiter erklärte dann das Programm oder gab Informationen weiter. Nur, wer mit sauberem Teller, Besteck und Becher bewaffnet war, bekam bei der Essensausgabe auch etwas. Die Jungs gehören den unterschiedlichen Mafia-Clans Little Sizilia, Cosa Nostra, Unita und Corleone an. Diese vier Gruppen standen während des Lagers im Wettstreit und kämpften um den Gesamtsieg.

Jeden Morgen wurde die Bibelarbeit durch ein Anspiel eingeleitet. Darin musste sich Carlos, Sohn des Mafiabosses Juan, zwischen der kriminellen Lehre seines Vaters und der christlichen Lehre des Religionsunterrichts in der Schule entscheiden. Am Ende übernahm er den Posten seines Vaters, allerdings als wohl erster gerechter Mafiaboss der Welt.

Die im Religionsunterricht vorgetragenen Bibelstellen aus dem Buch Samuel diskutierte man in den anschließenden Bibelarbeiten bis zum Mittagessen.

Nachmittags warten die Mitarbeiter mit abwechslungsreichen Programmpunkten auf: Detektivspiel, Abenteuer-Lauf oder unterschiedlichen Workshops, für jeden Teilnehmer war etwas dabei. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Gruppen wird bei den Spielen gestärkt. Nach dem Abendessen sangen sich die Kinder einmal quer durch die "Mundorgel" oder andere Liederbücher.

Spannendes Quiz

Beim Abendprogramm scheuten die Mitarbeiter keine Kosten und Mühen: Angelehnt an populäre Fernsehshows, fanden sich die Teilnehmer in spannenden Quiz- und Mitmachspielen, zum Beispiel "Mein Mafiosi kann", wieder. Doch auch Mut musste aufgebracht werden: Der nächtliche Horrorlauf stand an. In kleinen Gruppen streiften die Teilnehmer durch den dunklen Wald. Als wäre das noch nicht genug, wurden sie noch von Mitarbeitern erschreckt.

Ein Besuch der Inspektion der Bundespolizei in Waldmünchen stand als Höhepunkt an. Die Beamten, gut vorbereitet, beantworteten alle Fragen der Jungen und gaben einen interessanten Einblick in ihren Beruf. Natürlich durften die Kinder auch einiges selbst ausprobieren: Beim Erkennungsdienst wurden Polizeifotos gemacht, Fingerabdrücke und Proben genommen, der Polizeitrainer ließ die Jungs sämtliche Hilfsmittel testen.

Nach neun erlebnisreichen Tagen holten die Eltern ihre Sprösslinge ab. Vorher gab es noch etwas für Ohren und Muskeln: eine Gesangseinlage der Jungen und zwei Spiele, bei denen Väter gegen Söhne antraten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp