21.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Liebevoll gepflegter Blumengarten von Jolanta Petter - Besuch am Lohgraben Das Paradies liegt hinterm Haus

Lange hat das Ehepaar Petter nach einem passenden Haus mit Grundstück gesucht - Jolanta wollte sich endlich ihren Traum erfüllen und einen Blumengarten anlegen. Fündig wurden sie am Lohgraben: Das Grundstück zeigte sich zwar etwas verwildert, da die Vorbesitzerin es nicht mehr pflegen konnte, aber Jolanta störte das nicht. Sie hatte endlich den richtigen Platz gefunden, um sich "auszutoben" und einen Garten nach ihren Vorstellungen anlegen zu können. Wir haben uns dort umgesehen.

Rosen sind mit Abstand Jolantas Lieblingsblumen, bereits 54 Rosenstöcke in den verschiedensten Farben besitzt sie mittlerweile. Aber "Rose ist nicht gleich Rose", erklärt sie. Bild: elr
von Autor ELRProfil

2008 bezogen Jolanta und ihr Mann das Einfamilienhaus am Lohgraben. Sofort begann sie damit, den etwas verwahrlosten Garten wieder herzurichten, schon bald zogen die ersten Blumen ein: Der Wunsch, den sie schon lange hegte, erfüllte sich endlich. Denn bevor sie in Rente ging, fehlte ihr die Zeit dazu und in ihrer früheren Wohnung auch der richtige Garten für ihre Pläne.

Täglich an der Arbeit

Kein Tag vergeht seitdem, an dem Jolanta nicht hinter ihrem Haus steht und arbeitet. "Wenn es sein muss auch am Sonntag oder an Feiertagen". Schließlich gibt es immer etwas zu erledigen - gießen, anpflanzen Unkraut jäten. Die Blumen sind nicht nur ein Hobby, die Arbeit hilft Jolanta, sich zu entspannen. Außerdem, so findet sie, gibt es nichts Schöneres, als am Ende des Tages inmitten der Blütenpracht zu sitzen und das herrliche Bild zu bewundern. "Neben meinem Mann und meiner Familie, ist der Garten mein Ein und Alles", erklärt Jolanta. Selbst ein schmerzender Rücken oder eine Erkältung können sie nicht davon abhalten, sich darum zu kümmern. Ihr Mann teil ihre Leidenschaft für den Garten eher weniger. Seit er in Rente ist, mäht er zwar den Rasen, überlässt aber das restliche Gebiet dann doch lieber seiner Frau.

Im Grunde findet man so ziemlich jede Blumenart in diesem Garten, von Lilien über Iris bis hin zum Pfirsichbäumchen ist alles da. Was auf dem ersten Blick jedoch sofort auffällt, sind die unzähligen Rosen, die überall verteilt wachsen. Natürlich ist es da nicht schwer zu erraten, was die Lieblinge der Gärtnerin sind. "Ich habe mittlerweile 54 Rosenstöcke." Jeder hat so seine Eigenheiten. Stellplatz, Beschneidung und Wassermenge, jede Art mag es etwas anders "Rose ist nicht gleich Rose".

Eigene Gedanken

Ein Vorbild für die Gestaltung hatte sie eigentlich nicht, alles ist nach ihren eigenen Gedanken entstanden. "Den grünen Daumen habe ich von meiner Mutter geerbt", scherzt sie.

"Das Kochen hat meine Tochter geerbt. Ich hasse es zu kochen. Hauptsache, man verhungert nicht".

Für eine größere Umgestaltung hat die Blumen-Freundin derzeit keine Pläne, "Das passt jetzt schon so". Sicher stellt sie hier und da mal einzelne Stöcke um, aber ansonsten ist alles so, wie sie es sich vorgestellt und von Beginn an aufgebaut hat.

Alles nach Plan

Was die Rosen, aber auch den Rest der Blumen angeht, lässt Jolanta nicht den Zufall entscheiden, welche Art es in ihren Garten schafft. Ist ein neuer Platz zu besetzen, beginnt sie ihre Jagd gezielt im Internet. Findet sie dort einen Pflanze, die ihr gefällt, zieht sie los, um genau diese in den örtlichen Blumengeschäften zu suchen. "Wenn ich sie dann sehe, weiß ich schon, ob es die richtige für mich ist". Es kommt selten vor, dass sie einen Blumenstock spontan einpackt.

Stricken im Winter

Geschenke, auch wenn sind nett gemeint sind, sind bei ihr meist etwas schwierig. Es ist schon vorgekommen, dass das Geschenk eine Pflanze war, die sich Jolanta selbst nie gekauft hätte. Diese im Garten unterzubringen, gestaltet sich dann ein wenig problematisch.

Im Winter, wenn eine dicke Schneedecke über den Pflanzen liegt, widmet sich Jolanta anderen Dingen. "Ich liebe es zu stricken", gesteht sie. Meistens sind es dann Socken, die dabei entstehen. Aber eigentlich dient das alles nur zur Überbrückung, bis sie im Frühjahr wieder da sein kann, wo sie sich am wohlsten fühlt - in ihrem Garten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp