14.06.2004 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Massenchor von 500 singt Kirchweih-Hymne Kirwaleit unter sich

von Autor (gri)Profil

Es war ein "Gipfeltreffen" der besonderen Art: Wenige Meter unterhalb der Spitze des Buchbergs kamen die Kirwa-Musikanten aus dem Landkreis zusammen und zeigten, dass die Kirwamusi "eine Wissenschaft für sich ist, die jedermann versteht".

"Wir haben bei den Kirwaburschen und -moidln das Bedürfnis verspürt, einmal fernab der Massenkirwan einen unbeschwerten Abend mit ihren Musikanten zu verbringen", erklärten die Veranstalter Uli Iberer und Uli Piehler, beide Initiatoren des Internetportals "Kirwa.net.". Rund 500 Gäste waren gekommen, um altbekannte Lieder mitzusingen. Richtig feierlich wurde es, als der Massenchor die Kirwa-Hymne des Oberpfalz anstimmte: "Oh Kirwa lou niat nou".

Einige Menschentrauben hingen zusammen mit "Dieter, Jackl und Charly" aus Hausen am Weinpavillion, während andere das Tanzbein zu der Musik der "Jungen Freimberga" schwangen, oder wieder andere mit der "Hoibruck Musi" aus Ursensollen, den "Wöidarawöll" und den "Rauhbirln" aus Freudenberg sowie mit der "Haflinger Musi" aus Kemnath am Buchberg an der Bar feierten. Außerdem gab es zwei Premieren beim kirwa.net.musik.fest: Die "Quertreiber" aus dem Unteren Vilstal und die "Rotzlöffel" aus Fensterbach gaben sich das erste Mal die Ehre. Die "Wehrlouh-Musi" ließ es krachen, während die Quetschenspieler Alexandra Schmidt (Hohenkemnath) und Heinz Dirnhofer (Amberg) in die Tasten hauten. Vom Bayerischen Rundfunk war die Leiterin der Abteilung Volksmusik, Evi Strehl, gekommen.

Für das nächste Jahr ist ein ähnliches Treffen geplant, allerdings im westlichen Landkreis. "Wir wollen das Kirwabrauchtum fördern und der Masse Klasse entgegensetzen", erklärte Piehler. "Deshalb ist es wichtig, dass es einen Austausch innerhalb der Kirwaszene im Landkreis gibt."

Weitere Informationen unter www.kirwa.net

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