Minister Marcel Huber in Sulzbach-Rosenberg - Infozentrum eröffnet
56,8 Millionen Euro für die Sanierung

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.05.2013
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Der Schlackenberg ist saniert und das Infozentrum zur Eisen- und Stahlherstellung offiziell eröffnet. Die Bayerische Staatsregierung sanierte den Schlackenberg der ehemaligen Maxhütte Stahlwerke GmbH in Sulzbach-Rosenberg mit einem enormen finanziellen Aufwand.

"Umweltschutz hat Vorrang", so der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber zum Abschluss der baulichen Sanierung der Schlackedeponie in dieser Woche. Insgesamt 56,8 Millionen Euro wurden in den vergangenen acht Jahren investiert.

Das sehr fordernde Großprojekt ist nach Einschätzung des Ministers ein Meisterstück der Deponietechnik geworden. Dabei ging es in erster Linie zwar um die Sanierung der Altlasten aus der Stahlerzeugung, aber auch um eine sinnvolle Folgenutzung.

"Diese hat man gefunden, sie steht unter dem Motto, ökologisch, kulturell, touristisch und energetisch", so Minister Marcel Huber. Er eröffnete das Informationszentrum zur Eisen- und Stahlherstellung der Oberpfalz.

Dieses besteht aus zwei architektonisch gestalteten Gebäuden - wobei das Bauwerk am Hochpunkt der Deponie neben interessanter Aussicht auf den sanierten Schlackenberg und das ehemalige Werksgelände auch eine eindrucksvolle Ausstellung zur Eisen- und Stahlherstellung beherbergt. "Damit bleibt die Geschichte in Sulzbach-Rosenberg lebendig. Die Nachfolgegenerationen können nicht nur die Industriegeschichte der Herzogstadt hautnah erleben, sondern sie können hier auch die Bedeutung der Eisen- und Stahlherstellung in der Oberpfalz erahnen", betonte Huber. Dafür investierte der Freistaat gemeinsam mit Mitteln des Konjunkturpakets II allein 700.000 Euro.
Für die sanfte touristische Nutzung des Berges seien laut Huber die vertraglichen Voraussetzungen zwischen der Stadt Sulzbach-Rosenberg und der Regierung der Oberpfalz in Vorbereitung. Für die energetische Nutzung in Form einer Photovoltaikanlage wird noch ein Investor gesucht.

Bei den Sanierungsmaßnahmen wurde auch Rücksicht auf den Lebensraum der hier heimischen und relativ seltenen blauflügeligen Sandschrecke und der blauflügeligen Ödlandschrecke genommen. Was einstmals als tote Erde galt, ist heute wieder Lebensraum für Tiere.
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