31.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Moto-Cross-Training in Kropfersricht am Wochenende zum dritten Mal "abgesoffen" Von Rennstrecke zum Schlammloch

Das hätten sich die Mitglieder der Moto-Cross-Interessengemeinschaft Amberg-Sulzbach in ihren schlimmsten Träumen nicht vorstellen können: Auch ihr drittes Moto-Cross-Training in Kropfersricht fiel wieder am zweiten Tag heftigen Regenschauern zum Opfer.

Gute Stoßdämpfer und jede Menge Kondition braucht man in der "Wellensektion", die von den Profis mit gehörigem Anlauf einfach in einem Satz übersprungen wird.
von Autor GFRProfil

In den beiden Vorjahren konnten die Moto-Crosser zwar am Samstag fahren, was das Zeug hielt, aber an den Sonntagen verwandelte Dauerregen den Moto-Cross-Parcours in ein Schlammbad, das selbst hart gesottenen Moto-Cross-Fahrern, die sonst kein unwegsames Gelände scheuen, zu viel wurde. So auch heuer.

Sicherheit geht vor

Benno Biersack und sein IG-Moto-Cross-Team wollten auch gestern nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass es auf dem schmierigen Gelände zu Unfällen kommt und beließen es beim freien Training am Samstag. Am Sonntag drehten nur die IG-Mitglieder einige Runden.

Gut organisiert hatte die Moto-Cross-Interessengemeinschaft ihr Training auf einem Stoppelfeld bei Kropfersricht und mehr als 50 Fahrer hatten hier auch ihr Fahrerlager aufgeschlagen. Ausgeschrieben waren die Klassen MX2 (125 ccm 2-Takt und 250 cm 4-Takt), MX1 (über 250 ccm 4-Takt), Kids bis 65 ccm und Jugend bis 85 ccm sowie die Klasse Open.

Toller Samstag

Nicht viel besser hätte das Moto-Cross-Training am Samstag laufen können, und da kam die stattliche Zuschauerzahl durchaus auf ihre Kosten, wenn die Artisten auf zwei Rädern Sprünge von 20 Metern oder gar mehr wagten.

Gut 1200 Meter war der Cross-Kurs lang, gespickt mit schnellen Vollgas-Geraden, engen Spitzkehren, einem großen Sprunghügel und der Kräfte zehrenden Wellensektion, drei kleiner Hügel, kurz hintereinander, die von dem Spitzenfahrern einfach mit einem Satz genommen wurden.

Beim Moto-Cross-Training gab es keine Sieger, damit auch keine Verlierer, gefahren wurde 20 Minuten, aber unter Wettbewerbsbedingungen. Einige harmlose Stürze ließen sich nicht vermeiden, aber so schnell wie die Crosser umgefallen waren, saßen sie wieder im Sattel und versuchten, verlorenen Boden gut zu machen.

Einen Kurzbesuch machte auch Schirmherr Charly Reyzl, der sicher gerne einige Runden gedreht hätte, aber bei zwei Krücken fehlen zwei weitere Hände für Gasgeben und Bremsen. So beließ es der Ex-Moto-Cross- und Enduro-Spezialist dabei, die Kids und Jugendlichen in die Trainingsrunden zu schicken. Als Schirmherr hatte der Charly aber am Sonntag total "versagt", denn über Nacht war der schöne Cross-Parcours durch Dauerregen zum Schlammloch geworden, nahezu unbefahrbar. Bleibt nur noch die Hoffnung, dass 2015 das Wetter auch am Sonntag endlich mitspielt.

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