Musik-Nachwuchstalente Sebastian Schürfeld und Jakob Krusche mit 1. Preis
Noch zu jung für Bundesentscheid

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.04.2013
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Ein Jahr macht für Sebastian Schürfeld (Querflöte) und Jakob Krusche (Klavier) den Unterschied. Mit ihrer bravourösen Vorstellung beim Landeswettbewerb "Jugend musiziert" Ende März in Cham wäre der Durchmarsch in den Bundesentscheid der 50. Auflage an sich perfekt gewesen - nur die Altersgrenze hat den Schülern der Städtischen Sing- und Musikschule (SMS) einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

"Cool wäre es schon gewesen", befanden die elfjährigen und daher zu jungen Nachwuchstalente. Immerhin haben sich die beiden nicht nur einen 1. Preis erspielt, sondern obendrein die zweitbeste Wertung überhaupt unter den 25 angetretenen Duos in der Kategorie "Klavier und ein Blasinstrument" eingefahren.

Neues Repertoire

Die Endstation Landesentscheid empfindet andererseits keiner der Beteiligten als schlimm. Stattdessen können die zwei jetzt endlich mal ein neues Repertoire in Angriff nehmen und haben wieder deutlich mehr Freizeit.

Die war zwischen Regional- und Landeswettbewerb schon knapp geworden, hatten doch die beiden zuständigen Musikpädagogen Ines Lunkenheimer (Klavier) und SMS-Leiter Steffen Weber (Querflöte) die Übungseinheiten noch einmal merklich intensiviert.

In dieser Probenphase stiegen aber nicht nur Pensum, Anstrengung und Anspannung, auch das individuelle Leistungsvermögen machte insbesondere in den letzten 14 Tagen vor dem entscheidenden Auftritt "einen unheimlichen Sprung", wie Weber respektvoll anmerkt.

Professionelle Musiker

Glücklicherweise behielten alle Beteiligten in dieser spannenden Zeit immer den Spaß am gemeinsamen Treiben und vor allem an der Musik, die selbst in der x-ten Wiederholung weder den Musikschülern, noch den Lehrern und schon gar nicht den ebenfalls sehr engagierten Eltern zu den Ohren heraushing.

Ein bisschen aufregend wurde es dann aber doch noch am großen Tag: Sebastian Schürfeld hatte mit den Vorboten einer Grippe zu kämpfen. Trotz der Jugend schon recht abgebrüht und professionell, ließ sich davon aber keiner aus dem Konzept bringen.

Die vielen Hinweise und Ratschläge im Vorfeld waren mittlerweile schon so in die eigene Routine übergegangen, dass das Erfolgsduo nicht mehr nur rein theoretisches Wissen abrief, sondern alles unmittelbar übers eigene Gehör direkt empfand und interpretierte, so die stolze Klavierlehrerin.

Wie beim Fußball ist allerdings auch bei "Jugend musiziert" nach dem Wettbewerb vor dem Wettbewerb. Zumindest Jakob Krusche sieht sich daher schon allmählich mit der nicht minder anspruchsvollen Literaturliste für die 51. Auflage konfrontiert.

Noch Schonfrist

Sebastian Schürfeld genießt diesbezüglich noch ein wenig Schonfrist. Sein Instrument wird im nächsten Jahr im Ensemble vertreten sein, die Zusammenstellung und Probenarbeit beginnt erst im September. Ihren Spaß werden beide sicher wieder haben.
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