Neuer Stadt-Klimaschutzmanager Diplom-Ingenieur Vincent Clarke (35) stellt sich vor
"Bei Energieeffizienz geht was"

In seinem Amtszimmer hieß Bürgermeister Michael Göth (rechts) den neuen Klimaschutzmanager Vincent Clarke (Mitte) zusammen mit Hans-Jürgen Strehl vom Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften willkommen.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
18.04.2013
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In seiner Weihnachtssitzung machte sich der Stadtrat ein besonderes "Geschenk mit Einsparungspotenzial": Er sprach sich mit 19:9 Stimmen für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers aus. Diese Aufgabe wird zum 1. Mai Vincent Clarke übernehmen. Jetzt stellte sich der Diplom-Ingenieur für Energie- und Umweltsystemtechnik bei Bürgermeister Michael Göth vor.

Der 35-jährige gebürtige Crailsheimer soll das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Energietechnik an der Hochschule Amberg-Weiden (HAW) erarbeitete "Integrierte Klimaschutzkonzept" umsetzen. Darunter fallen auch die Aufstellung eines Energienutzungsplanes, konkrete Vorschläge für Energieeinsparung und die Generierung von Fördermitteln. Mit all seinen Vorschlägen sollen letztlich Haushaltsmittel der Stadt eingespart werden.

Ist-Zustand feststellen

Zunächst aber betreffe seinen Arbeitsbereich die Feststellung des Ist-Zustandes nach den Vorarbeiten der HAW. Genauer unter die Lupe nehmen wird der Fachmann für Erneuerbare Energien auch die städtischen Liegenschaften und den Fuhrpark der Kommune.

Aber auch Konzepte für die Bevölkerung in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz zählt Vincent Clarke zu seinem Aufgabenfeld. Eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf soll Grundlagen für interkommunale Zusammenarbeit schaffen. Der Baden-Württemberger denkt hierbei auch an Informationsveranstaltungen, beispielsweise über die Nutzung von Photovoltaik.
Bürgermeister Michael Göth und Hans-Jürgen Strehl vom Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften freuten sich über den Antrittsbesuch des neuen Klimaschutzmanagers. Sie verwiesen dabei auch auf umfassende Bemühungen der Stadt bei Energieeinsparung an den Schulen, der Umrüstung der Straßenbeleuchtung, beim Ausbau des Fernwärmenetzes und Betrieb von PV-Anlagen durch die Stadtwerke.

Wie Hans-Jürgen Strehl informierte, erhält die Stadt für die Beschäftigung eines Klimaschutzmanagers als Projektförderung 85 Prozent. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich auf rund 156 000 Euro. Strehl ergänzte, dass eine Anschlussförderung für zwei Jahre möglich sei.

Enge Kooperation

An eine enge Kooperation mit dem Stadtrat und dem Umweltschutzbeauftragten der Herzogstadt sei ebenfalls gedacht. Vincent Clarke, der künftig während der Woche in Sulzbach-Rosenberg wohnen wird, freut sich schon auf sein vielfältiges Aufgabengebiet und merkte tatendurstig an: "Bei der Energieeffizienz geht fast immer was." Auch die Windkraft sieht er als festen Bestandteil der Energiewende mit einer nachhaltigen Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität mit Erneuerbaren Energien. Sollte hier zu einem späteren Zeitpunkt nochmals über geeignete Standorte diskutiert werden, zeigt sich Clark durchaus gesprächsbereit.

Letztlich soll die Tätigkeit des Klimaschutzmanagers in ein Energie-Management-System fließen, das vor allem auch das Nutzerverhalten kritisch unter die Lupe nimmt, so Hans-Jürgen Strehl abschließend unter dem Hinweis auf steigende Energiekosten für Kommunen.
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