26.07.2009 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Pontifikalgottesdienst zum Patronatsfest der Annabergkirche mit Erzbischof em. Dr. Karl Braun: Vorbild treusorgender Mütterlichkeit

„Die heilige Mutter Anna ist ein Vorbild treusorgender und hingebungsvoller Mütterlichkeit und dieser heutige Festtag ist eigentlich seit geraumer Zeit so ähnlich wie ein Muttertag der Kirche“, betonte Festprediger Bischof em. Dr. Karl Braun aus Bamberg beim Patrozinium auf dem Annaberg. Die Mutter rühre in uns Menschen Kostbares an wie Sonne, Brot oder Freude und ermögliche Leben, hege und pflege es.

Als großer Verehrer St. Annas zeigte sich der emeritierte Erzbischof Dr. Karl Braun. In seiner Festpredigt rückte er das Leben der großen Heiligen in den Mittelpunkt.
von Bettina BauerProfil

Die mütterliche Zuwendung sei ein Grundrecht des Menschen und das brauche die Welt, die alleine ein hilfloses Kind wäre. Weit über 1000 Gläubige waren am Sonntagvormittag zum Patrozinium der St. Annakirche auf den Berg gepilgert, den die Bläser und der Kirchenchor der Pfarrei St. Marien musikalisch festlich gestalteten.

Dem Pontifikalgottesdienst mit der Bezirkswallfahrt der Kolpingsfamilien stand der emeritierte Bamberger Bischof Dr. Karl Braun als Hauptzelebrant und Festprediger vor. Dekan und „Gastgeber“ Walter Hellauer freute sich bei seiner Begrüßung über den zahlreichen Besuch zum zweiten Bergfestsonntag und Patronatstag der Heiligen Mutter Anna. „Gelebter Glaube führt mit einem festlichen Gottesdienst in Gottes freier Natur zu einem ganzheitlichen religiösen Erlebnis“, so Bischof Dr. Braun in seiner Einleitung. Er sei gebürtiger Allgäuer, so Braun weiter, und damit ein Mensch, der auch die Berge liebe. Bei der Herfahrt auf den Annaberg habe er sich an ein Psalm-Wort erinnert, erzählte der Bischof, in dem die Augen auf den Berg gerichtet werden, von dem die Hilfe komme. In der Tat dürfe der Mensch durch die Fürsprache der Mutter Anna Hilfe an Leib und Seele erbitten.

Das Licht komme von Jesus Christus, denn er sei das Licht des Lebens. Nach drei Schriftstellen aus der Bibel erläuterte der Festprediger, dass ihn von allen Liedern und Gebeten bei der Heiligen Anna die Anrufung als Mutter Anna am meisten anspreche. Diese Mutter sei für uns Menschen lebensnotwendig und gerade eine Zeit der Anonymisierung, einem verbreiteten Zweckdenken und einer Herzenskälte fordere als Ausgleich eine Zivilisation der Liebe.

Die Frau habe von Gott wertvolle Eigenschaften wie Feinfühligkeit, Hingabe, Einfühlungsvermögen, Ausdauer oder den Sinn für das Maß und die Wirklichkeit erhalten. Sie könne anderen Menschen Wärme und Geborgenheit vermitteln und die Frauen zeichne ebenfalls aus, dass sie berufen seien, auf irgendeine Art und Weise Mutter zu sein.

Liebe und Hingabe

Jede Frau wisse, dass sie berufen sei, Herz zu sein und bewege sich damit auf der Linie der Mutter Anna, weiterzugeben, was empfangen worden sei. Weitergeben des Guten und Dasein für Andere mache glücklich und die Mutter Anna sei auch hier ein Vorbild geworden: Es sei nicht entscheidend, wo eine Frau wirke, aber bestimmend, dass ihr Handeln von Liebe, Hingabe und Herzlichkeit geprägt sei, Faktoren, die der Mensch heute mehr denn je benötige.

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