Regierungspräsidentin Brigitta Brunner informiert sich im Landratsamt über Praxisbeispiele
Mehr Bewusstsein für Energiewende

Die Energiewende erfordert Engagement und Umdenken bei uns allen.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
15.04.2013
0
0

Regierungspräsidentin Brigitta Brunner brachte das Anliegen auf den Punkt: "Die Energiewende erfordert Engagement und Umdenken bei uns allen." Was sich in dieser Beziehung in der Region schon alles getan hat, zeigten bei einer Informationsveranstaltung im Landratsamt Beispiele, vornehmlich aus Erwachsenenbildung und Schule.

Brunner, die zu dieser Tagung unter dem Leitmotto "Die Energiewende als Herausforderung für Bildung und Schule" eingeladen hatte, sieht als wichtiges Ziel den bewussten Umgang mit Energie. Man befinde sich noch in einem Lernprozess. Darin einzubinden seien nicht nur die Schulen, sondern auch Einrichtungen der Erwachsenenbildung, wie die Volkshochschule. Reisinger blickte auf die Gründung des lokalen Agenda-21-Beirats im Jahr 2000, auf die Verabschiedung des Leitbilds des Landkreises 2005 und auf das im Dezember 2012 beim Zentrum für erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit (ZEN) Ensdorf in Auftrag gegebene Klimaschutzkonzept zurück.

Nicht nur einmal pro Jahr

Als Fallbeispiel aus dem Unterricht an einer Grundschule zeigten Buben und Mädchen der Ebermannsdorfer Grundschule mit Lehrerin Martina Helfer, dass sie sich kindgerecht mit dem Thema Treibhauseffekt und Klimawandel befassen. Die "Gesunde Umweltschule" Ensdorf stellte Rektor Siegfried Seeliger vor. Einmal im Jahr nur eine Umweltaktion zu organisieren, davon müsse man abkommen, sagte Seeliger. Dass man sich auch als Rentner oder Pensionist in die Förderung von Umweltbewusstsein einbringen kann, dafür stand bei der Tagung das Thema "ZENioren - die Umwelttrainer".
Manfred Klemm vom Agenda-21-Beirat zufolge wende sich dieses Projekt vorrangig an geistig und körperlich fitte Damen und Herren im Ruhestand. Sie erhalten in einem etwa 60-stündigen Lehrgang das Rüstzeug, mit dem sie ihr Wissen, ihre Lebenserfahrung und ihre Überzeugungen an Kinder und Jugendliche weitergeben können. Klemm: "Für beide Generationen ergibt sich eine fruchtbare Win-Win-Situation, sie profitieren voneinander, die Alten durch Anerkennung, Zuwendung und Lebensfreude, die Jungen durch das Erleben von Sicherheit, Ruhe und Überzeugungskraft aus einem langen, erfahrungsreichen Leben." Mit kindgerechten Experimenten führt der Solarenergie-Förderverein Buben und Mädchen an die Nutzung der Sonne heran. Dies demonstrierte dessen Vorsitzender Hans-Jürgen Frey mit Schulungsangeboten aus der Solarkiste und weiteren Beispielen zum Thema Photovoltaik und Solarthermie.

Aufgabe für die VHS

Eine wichtige Aufgabe fällt auch den Volkshochschulen zu. Dies veranschaulichte Manfred Lehner, Leiter der VHS Amberg-Sulzbach. Eine Hauptaufgabe sieht Lehner in der Bildung für nachhaltige Entwicklung und lokale Klimaallianzen. Die 217 Volkshochschulen in Bayern erreichen nach Lehners Angaben mit ihren Kursangeboten jährlich rund drei Millionen Menschen. Ein wichtiger Partner der VHS in der Praxis ist das ZEN in Ensdorf. Dessen Chef, Gerhard Kopf, ging auf Schwerpunkte seiner Aufgaben ein. Er nannte den Stromcheck, ein Angebot an einkommensschwache Haushalte zur Reduzierung der Stromkosten. Gleichzeitig erhalten Langzeit-Arbeitslose über ihre Tätigkeit als Stromspar-Helfer die Chance auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Ein Beispiel aus der Praxis stellte AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer vor. Sie strebt eine bilanzielle energieautarke Versorgung der Region bis 2020 an. Dazu gegründet wurde die AOVE-Bürgersonnenkraftwerke GmbH, die AOVE-BioEnergie eG und die AOVE-BürgerEnergie eG. Begleitet wird das Ganze von einem Energiemanagement.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.