13.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Richard Reisinger sitzt in München zufällig bei Chris de Burgh am Tisch Der Landrat und der berühmte Sänger

Wer sitzt denn da am Nebentisch? Der Amberg-Sulzbacher Landrat Richard Reisinger wollte in München eigentlich nur einen Espresso trinken. Unversehens fand er sich in direkter Nachbarschaft zum Weltstar Chris de Burgh. Zur Erinnerung an die Begegnung gab es dieses Handy-Foto.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Bescheiden, wie er nun mal ist, hat er sich an jenem Nachmittag im Anschluss an seine Dienstreise nach München für einen herkömmlichen Espresso entschieden. An einem schlichten Tisch, in dessen Nachbarschaft auch nur ein einfacher Mensch mit etwas zerzaustem Haar bereits Platz genommen hatte. Der Amberg-Sulzbacher Landrat Richard Reisinger (50) macht für gewöhnlich nicht viel Aufhebens um seine Person. Wie gut, dass sein Gegenüber in diesem italienischen Café auch kein Angeber war.

Lediglich der Ober schien ein wenig aufgeregt und bemühte sich in äußerst gebrochenem Englisch mit italienischem Akzent um Kontaktaufnahme mit dem Tischnachbarn des Landkreischefs. Der, ganz hilfsbereit und der englischen Sprache durchaus vertraut, entschloss sich kurzerhand, dem ins Stottern geratenen Kellner zu helfen. "Ein Autogramm wollte er haben. Da wurde mir schnell klar, dass er kaum mich meinen konnte", berichtet Reisinger nach der Begegnung.

Dieser etwas untersetzt wirkende Herr mit dem lichten Haar, der den Ober so ins Schlingern brachte, sah bei genauerem Hinsehen ganz aus wie Chris de Burgh! Reisinger fragte selber nach und bekam seine Vermutung freundlich lächelnd bestätigt. "Wahrscheinlich hat es ihm gefallen, dass ich ihn nicht gleich erkannt hatte", meint der Landrat und merkt dann noch lapidar an: "Es war eine ganz nette Unterhaltung."

Der immerhin auch schon fast 66-jährige Musiker, der in Argentinien geboren wurde und in Irland lebt, habe ihm dann ein bisschen von seinem Leben erzählt. Unter anderem auch davon, dass normalerweise immer zwei Leibwächter an seiner Seite stehen beziehungsweise sitzen. "Da hab' ich mir gedacht, ich könnt' ihm jetzt auch erzählen, dass ich einen Fahrer habe", berichtet Reisinger mit einem verschmitzten Lächeln. "Hab' ich aber nicht! Ich hab dann nur gesagt: ,I work in an office.' Das reicht. Mehr braucht der auch nicht von mir zu wissen."

Der Espresso hat dem Landrat vorzüglich geschmeckt. Und danach war sogar noch Zeit für einen Handy-Schnappschuss. Der Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach fotografierte Chris de Burgh. Wenn Letzterer nur gewusst hätte, wen er da vor sich hatte!

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