Runder Tisch zum Thema "Menschen mit Demenz" will pflegende Angehörige erreichen
"Lebendige Allianzen schmieden"

Bettina Bäumler (zweite von links), Projektleiterin von "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz", stellte den Anwesenden die Demenzbroschüren der Landkreise Schwandorf und Neustadt vor. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
01.09.2014
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"Wie können wir die pflegenden Angehörigen erreichen?", so lautete die zentrale Frage des dritten runden Tisches "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz". Ein Ergebnis der Tagung: Eine Infobroschüre zum Thema Demenz soll Angehörigen von Erkrankten einen Überblick über Hilfsmöglichkeiten geben.

Poppenrichts Bürgermeister Franz Birkl, AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer und Projektleiterin Bettina Bäumler hießen die zahlreichen Kooperationspartner des Projektes im Poppenrichter Rathaus willkommen. Zunächst gab Lobenhofer einen kurzen Rückblick über das Bundestreffen "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz".

Fazit dieser zweitägigen Veranstaltung war laut Lobenhofer, dass es vor allem wichtig ist, Betroffene und Angehörige nach deren Bedürfnissen und Wünschen zu fragen, gemeinsame Angebote für Gesunde und Demenzkranke zu schaffen, das Bild von Menschen mit Demenz zu ändern und lebendige Allianzen zu schmieden. Die bisherigen Erkenntnisse aus dem Teilprojekt "Flächendeckender Ausbau von Angehörigengruppen" sind, dass ein langer Atem notwendig ist, um Pflegende zu motivieren, sich ein paar Stunden von ihren Angehörigen zu trennen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Bachelorarbeit initiieren

Um die Problematik von der wissenschaftlichen Seite zu betrachten, setzt sich Professor Theresia Wintergerst von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt - Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften - für eine Bachelor-Arbeit zum Thema "Hürden der Hilfeannahme bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz" ein.

Für die "2. Amberg-Sulzbacher Demenzwochen", die vom 19. September bis 31. Oktober über die Bühne gehen, meldete Jutta Streher, Geschäftsstellenleiterin von SEGA, einen Erfolg: Über 70 Veranstaltungen, organisiert von 54 verschiedenen Verantwortlichen, beschäftigen sich in abwechslungsreicher Weise mit "Demenz". Sie geben Antworten auf viele Fragen.

Einig war man sich, dass es erforderlich ist, eine Infobroschüre zum Thema Demenz zu erstellen. Damit wollen die Zuständigen den Angehörigen von Erkrankten einen Überblick über Hilfsmöglichkeiten geben. Gute Beispiele dafür seien die Flyer der Landkreise Schwandorf und Neustadt an der Waldnaab, meinte Bettina Bäumler.

Nähere Infos einholen

Ein weiterer Punkt des Treffens war die Gründung einer Alzheimer-Gesellschaft in der Region. Dazu sollen aber zunächst nähere Informationen eingeholt werden.

Zum nächsten runden Tisch wollen die Organisatoren Vertreter der Alzheimer-Gesellschaft Regensburg einladen.
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