30.01.2004 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

"Schlussbemerkungen" von Günter Künzl: weibliche Pädagogen stärker fördern Bei Reform Lehrer nicht vergessen

von Helga KammProfil

Ein wenig verlegen von so viel öffentlich geäußerter Anerkennung trat Günter Künzl selbst zu "Worten des Abschieds" ans Mikrofon. Es wurde ein Dank an alle, die ihm in seinem beruflichen Leben begegnet sind und diesen Weg beeinflussten und förderten, nicht zuletzt auch an seine Frau, die auf eine eigene Berufstätigkeit verzichtet habe.

Er dankte vor allem jenen, die zum musikalischen Rahmenprogramm beitrugen, insbesondere Rektor Alfred Steindl von der Pestalozzi-Schule und Rektor Heinrich Heim für seine hervorragenden Darbietungen am Klavier - er spielte professionell Rachmaninoff und Chopin, sein bisher einziger öffentlicher Auftritt als Hommage an den scheidenden Schulamtsdirektor.

Künzl konnte auch nicht umhin, einige "Schlussbemerkungen" zur gegenwärtigen Situation zu machen. Dass es an Grund- und Hauptschulen zwar 60 Prozent weibliche Lehrkräfte gebe, aber nur zehn Prozent Rektorinnen, könne auf Dauer nicht hingenommen werden. Bei der Pisa-Studie dürfe die musisch-ästhetische Bildung nicht vergessen werden.

Bei allen Reformen rund um die Schule dürfe nicht vergessen werden, die Lehrer mit in diesen Prozess einzubeziehen. "Politiker dürfen nicht über die Lehrer reden, sondern müssen das mit ihnen". Er hoffe, schloss Künzl, dass das Ansehen des Lehrers wieder steige, dass die Lehrer selber ihre Leistungen besser "verkauften" und die berufspolitischen Probleme gerecht gelöst würden.

Das Rahmenprogramm der Verabschiedung wurde von der Lehrkräften und Schülern der Pestalozzi-Schule gestaltet.

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