Skivereinigung Amberg gewinnt 29. Landkreislauf - Damen von CIS Amberg Erste nur mit 15 ...
Souverän wie selten zuvor

Die Wechselstation: Einer kommt, viele warten. Bild: ref
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
06.05.2013
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Was einst der englische Fußballer Gary Lineker über die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sagte, hat Christian Mayer, Laufteamchef der Skivereinigung Amberg, leicht abgewandelt: "Der Landkreislauf hat elf Etappen und am Ende gewinnt immer die Skivereinigung", hatte er vor einigen Jahren einmal geäußert. Mayer landete einen Volltreffer.

Bereits im Vorfeld als Topfavorit gehandelt, liefen die elf Mannen der Skivereinigung bei ihrem 14. Gesamtsieg einen neuen Rekordvorsprung heraus. Schlussläufer war diesmal Marathon-Altmeister Dieter Schneider, der nach 3:29:43 Stunden mit fast 16 Minuten Vorsprung in Poppenricht ankam. "Ich habe jetzt alles erreicht, da ich bislang noch nie Schlussläufer beim Landkreislauf gewesen bin. Genau das hat mir noch gefehlt, eigentlich müsste ich jetzt aufhören", scherzte Dieter Schneider im Ziel.

Dessen Teamkollege Tobias Plößl, der zuerst als Läufer und dann als Radfahrer im Einsatz gewesen ist bestätigte: "Wir hatten noch nie so eine gute Mannschaft wie heuer. Mir war klar, dass wir überlegen gewinnen werden." Neben den zweitplatzierten Läufern der VII. BPA Sulzbach-Rosenberg (Landkreismeister) in 3:45:28 sicherte sich überraschend der RSC Neukirchen mit 3:47:24 einen Platz auf dem Podest.

In der Damenkonkurrenz kam es wohl zur knappsten Entscheidung aller bisherigen Landkreisläufe. Die seit der siebten Strecke führende Mannschaft der Skivereinigung Amberg ging auch mit über einer Minute Vorsprung auf die letzte Etappe nach Poppenricht. Claudia Stobitzer (früher Stief) als Schlussläuferin des CIS Amberg erwischte offensichtlich einen Traumtag und lief ein grandioses Rennen. Ihr gelang es, Eva Kummert von der Skivereinigung bereits in Oberstdorf in Sichtweite zu haben.

Bilder von Wolfgang Steinbacher und Reiner Fröhlich.



"Ich wusste allerdings, dass ich keine Bergläuferin bin und hatte schon ein paar Bedenken vor dem letzten Anstieg. Als ich dann aber sah, dass die Führende auch langsamer wurde, war ich sehr froh", erklärte Claudia Stobitzer. Sie kam der Führenden immer näher und näher und ihr gelang es auch, Eva Kummert kurz vor dem Ziel noch zu überholen. Dank der völlig ausgepumpten aber überglücklichen Claudia Stobitzer ("Ich musste mich bis zum Ende quälen") gelang der Damentruppe vom CIS Amberg in 4:20:09 der 21. Sieg, wenn auch diesmal nur mit 15 Sekunden Vorsprung. Dritter und Landkreismeister in der Damenkonkurrenz wurden die Läuferinnen der VII. BPA Sulzbach-Rosenberg in 4:31:40.

Ansonsten war im Jahr eins nach Günter Simmerl eigentlich alles wie immer. Auch diesmal sah man wieder abgekämpfte und enttäuschte Gesichter, die sehnsüchtig auf ihren Teamkollegen warteten, wenn dieser nicht in der Wechselzone zu finden war. Andere vergaßen vor Aufregung die Startnummer auf dem Klo und mussten dann ohne laufen. Zum Glück blieben diese Zwischenfälle aber die Ausnahme. Die meisten der Hobbyläufer waren überglücklich und sichtlich zufrieden ihre persönlich anvisierten Ziele erreicht zu haben. Und genau so soll es auch sein, denn der Landkreislauf ist seit jeher eine Breitensportveranstaltung.
Dass trotzdem aber auch alle Jahre wieder viele Topläufer mit am Start sind, zeigt den hohen Stellenwert des Amberg-Sulzbacher Landkreislaufes in der Läuferszene. Tausende von Zuschauern säumten die Strecken, in einigen Orten wurden ganze Fanmeilen aufgebaut und in Leinhof (Gemeinde Birgland) unterbrach eine entgegenkommende Bittprozession sogar ihre Gebete, um die Läufer anzufeuern.

All das lieferte den Teilnehmern reichlich Motivation für echte Höchstleistungen. Diese waren heuer auch erforderlich, da es wohl einer der schwersten Landkreisläufe der letzten Jahren gewesen sein dürfte. Knackige Anstiege wechselten sich ständig mit teils steilen Bergab-Passagen ab.

Der SV Michaelpoppenricht, der anlässlich seines 50-jährigen Vereinsjubiläums heuer Ausrichter des Ziels gewesen ist, hatte mit fast 200 Helfern alles perfekt vorbereitet. Neben einer riesigen Kuchentheke warteten auf die Läufer allerhand kulinarische Köstlichkeiten, so dass die verbrauchten Kalorien schnell wieder aufgefüllt waren. Einigen gefiel es sogar so gut, dass sie bis in die späten Abendstunden sitzen blieben, um ihren persönlichen Sieg zu feiern.
Im Ziel war auch Peter Stock vom Organisations-Trio nach seiner Premiere sichtlich erleichtert, dass alles reibungslos verlaufen ist. Hatte er doch am Vortag noch einige Bedenken wegen Regen in der Nacht. Der Regen kam zwar, aber er führte zu keinen Beeinträchtigungen auf den Strecken. "Für mich war es eine gelungene Veranstaltung und ich freue mich schon auf nächstes Jahr", resümierte Stock.
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