19.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Solisten-Ensemble umrahmt das Patrozinium in der Pfarrkirche St. Marien Wunderbare Melodiebögen

Das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel ist zugleich das Patrozinium der Stadtpfarrkirche St. Marien Sulzbach - immer ein Höhepunkt des Glaubensjahres in der Pfarrei. Der Festgottesdienst zum Patrozinium erfuhr musikalisch eine besondere Gestaltung.

Dekan Walter Hellauer segnete nach dem Patroziniumsgottesdienst auch die Kräuter. Bild: thl
von Autor THLProfil

Eigens für diesen Gottesdienst hatte sich ein vokales Solisten-Ensemble mit der Hochschuldozentin und Sopranistin Sabine Lahm, der aus Sulzbach stammenden Opernsängerin Christa Mayer (Alt) sowie den beiden ehemaligen Regensburger Domspatzen David Rohloff (Tenor) und Dominik Herdegen (Bass) zusammengefunden. Es sang die sogenannte "kleine Orgelsolomesse" von Joseph Haydn.

Spürbare Musizierfreude

Begleitet wurden die Solisten von einem kleinen Streichorchester, bestehend aus Musikern aus der Region. Die Orgel spielte Steffen Kordmann, der Kirchenmusiker der Pfarrei, der auch die Gesamtleitung inne hatte. Den Kantorendienst übernahm Dominik Herdegen.

Besonders im Benedictus der Messe, einer ausgedehnten Sopran-Arie mit Orgelsolostellen, konnten Sabine Lahm mit wunderbar ausgestalteten Melodiebögen sowie Organist Steffen Kordmann mit feiner Registrierung und filigraner Artikulation überzeugen.

Aber auch das gesamte Ensemble bestach durch seinen homogenen Gesamtklang sowie durch spürbare Musizierfreude, die zusammen mit dem festlichen liturgischen Orgelspiel die Gottesdienstbesucher erfreute.

Den feierlichen Gottesdienst, zu dem viele Gläubige gekommen waren, um ihre "Kräuterbusch'n" segnen zu lassen, zelebrierte Dekan Walter Hellauer. "Wir alle leben im Glauben und in der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Diese Hoffnung hat sich an Maria erfüllt und das dürfen wir heute voll Freude feiern", so führte Dekan Walter Hellauer in die Eucharistiefeier ein.

Paulus als Vorbild

"Ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendeine Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes", erkannte schon der Apostel Paulus. Er habe Höhen und Tiefen durchschritten, Schuld auf sich geladen, Schicksalsschläge trafen ihn, er wusste sich Versuchungen ausgesetzt, zweifelte, haderte, scheiterte in wichtigen Lebensplänen.

Nicht herausfallen

"Selbst wenn er einmal stirbt - so glaubt der Apostel ganz tief in seinem Herzen - selbst dann wird er nicht herausfallen aus Gottes Hand!" Und wir selbst, so der Geistliche am Schluss, dürften in der befreienden Hoffnung leben, denselben Weg zu gehen, wenn wir uns wie Maria Gott ganz anvertrauten.

Beim Kräutersegen am Ende der Eucharistiefeier betonte Walter Hellauer: "Der alte Brauch des heutigen Festes, die Segnung der Kräuter und Feldblumen, setzt unsere Hoffnung auf die Auferstehung in ein sinnliches Bild.

Und die Natur selber helfe unserem Denken in diesen Gedanken hinein, weil die Kräuter und Blumen, gerade dadurch, dass sie getrocknet werden, ihre natürliche Lebendigkeit verlieren, erst ihre Heilkraft und den Wohlgeruch entfalten, der in ihnen verborgen ist. "Durch das Absterben kommt das Kostbare zutage, durch das Heimkehren zu Gott das Unvergängliche." Abschließend sprach Dekan Walter Hellauer allen Beteiligten ein "Vergelts Gott" aus und lud zum Patroziniumsempfang ins Pfarrheim.

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