11.01.2012 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Göth und Stadtratsfraktion besichtigen Loma-Solar "Energiewende jetzt umsetzen"

"Die Energiewende muss jetzt vollzogen werden", fordert SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Göth. Erste Schritte seien getan, aber er wolle einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Michael Göth und andere Stadträte seiner Fraktion informierten sich bei der Firma Loma-Solar über den Stand der Technik und die Möglichkeiten für Kommunen.

von Autor KÖKProfil

Geschäftsführer Xaver Lorenz und Ernst Makitta stellten den Besuchern das Unternehmen vor, das sich auf Beratung, Vertrieb, Installation und Service von Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen mit einer Leistung von 3 bis 50 Kilowatt spezialisiert hat.

Der Kunde stehe im Vordergrund, und zwar gerade auch die Kunden, die kleine Anlagen brauchten. "Die erneuerbaren Energien müssen bei den Menschen vor Ort ankommen", so Makitta. "Das Thema Photovoltaik braucht eine noch breitere Öffentlichkeit und die Menschen müssen ihre Vorteile erkennen. Das ist nicht in erster Linie die Rendite, sondern die Tatsache, dass sie sich mit sauberer Energie selbst versorgen können." Dem konnte auch Göth nur zustimmen. "Und die Stadt hat hier natürlich eine Vorbildfunktion."

Mehr Wärmedämmung

Neben der Photovoltaik sieht Göth eine weitere Maßnahme in der Energieeinsparung bei städtischen Gebäuden. Mit der energetischen Sanierung der Schulen seien bereits erste Schritte gemacht, weitere Gebäude sollten folgen. "Ich denke hier in erster Linie an das Feuerwehrgerätehaus sowie die Technischen Dienste Bauhof und Gärtnerei. Hier kann eine Wärmedämmung mit der Sanierung der Gebäude erfolgen. Weiter braucht es ein Dachflächen- und Grundstückskataster, in dem alle möglichen Flächen für Photovoltaikanlagen erfasst werden, um diese dann Investoren anbieten zu können."
Stadtrat Dr. Armin Rüger äußerte im Gespräch unmissverständlich seine Verärgerung über unsachliche öffentliche Verlautbarungen der örtlichen CSU-Vertreter zu diesem Thema: "Nicht erst seit der Affäre Guttenberg sowie der aktuellen Debatte um den Bundespräsidenten wird deutlich, dass einige Unionspolitiker grundsätzliche Probleme im Umgang mit der Wahrheit haben. Eine Eigenschaft, die inzwischen leider auch die hiesige CSU und deren Bürgermeisterkandidaten ergriffen hat."

Er könne sich sonst nämlich nicht erklären, dass Koller behaupte, er habe eine "großflächige Photovoltaikanlage am Schlackenberg" (SRZ vom 3. Januar 2012) beantragt und sich dabei anscheinend nicht mehr an den Wortlaut seines Antrags erinnern könne. In diesem stehe nämlich nichts von einer Photovoltaikanlage, erst in der Begründung folge ein vager Hinweis. Der Antrag sehe in der Hauptsache eine "Terrassierung" des Schlackenbergs vor.

Da der Antrag also vor allem eine terrassenförmige Umgestaltung der Südflanke des Schlackenbergs beinhalte - mit nicht vorhersehbaren Kosten für die Stadt - habe ihn die SPD-Stadtratsfraktion folgerichtig abgelehnt. Alle Vorschläge einer für die Stadt unschädlichen Umformulierung seien von Koller zurückgewiesen worden.

Thema "Terrassierung"

Demnach habe die SPD-Stadtratsfraktion keinem Antrag auf Errichtung einer Photovoltaikanlage die Zustimmung verweigert, sondern dem Antrag auf Terrassierung des Schlackenbergs - trotz gegenteiliger Behauptungen der CSU und ihres Bürgermeisterkandidaten - eine Absage erteilt.

"Wer ständig die kollegiale Zusammenarbeit im Stadtrat einfordert, sollte sich auch selbst so verhalten und nicht zum wiederholten Mal nachweisbare Sachverhalte falsch darstellen", so Dr. Armin Rüger.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.spd-sulzbach-rosenberg.de

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