Sportkegelclub Frei Holz Sulzbach/Großenfalz" aufgelöst
Stadt um eine Sportart ärmer

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.04.2013
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Die Erwartungshaltung der "Frei Holz"-Kegler war groß, als nach der Insolvenz des TV 1863 Sulzbach, mit der MH Dienstleistung ein neuer Besitzer des Sportparks gefunden wurde, der die Renovierungskosten für eine der schönsten Kegelbahnanlagen Bayerns übernahm.

Seit geraumer Zeit jedoch wurden aus finanziellen und wirtschaftlichen Gründen erforderliche Reparaturen nicht mehr ausgeführt. Eine ordentliche Bahnabnahme des Bayerischen Sportkegelverbandes war nicht mehr durchführbar. Um den geliebten Kegelsport trotzdem ausüben zu können, bekam der Verein vom Sportverband eine einjährige Sondergenehmigung, die am letzten Spieltag endete. Da der Besitzer aber keine Reparatur in Aussicht stellte, musste der Verein abgemeldet werden. Nach fast sechs Jahrzehnten gehört der Kegelsport in Sulzbach-Rosenberg nun wieder der Vergangenheit an.

Die Mitglieder des Sportkegelvereins "Frei Holz" Sulzbach/Großenfalz können mit Stolz auf ihre sportlichen Leistungen und großartigen Erfolge zurückblicken, die sie mit Teamgeist und Kameradschaft in fast sechs Jahrzehnten seit der Gründung erbracht haben.

Ganz oben gestanden

Wie die Chronik zeigt, hat sich der Club über eine Einbahn-Anlage im Kettelerhaus, die Dreibahnen-Anlage im Herzogstüberl bis zur Krönung auf die Vierbahnen-Anlage im Sportpark, kontinuierlich emporgearbeitet. Seit dieser Zeit standen Keglerinnen und Kegler des Clubs bei Landkreis-, Kreis- und Bezirksmeisterschaften, ja sogar bei Bayerischen und Deutschen Meisterschaften im Mittelpunkt und auf den Siegerpodesten ganz oben. Sie machten die Farben ihres Clubs sowie der Stadt Sulzbach-Rosenberg weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt bekannt.

Dies war vor allem denjenigen Frauen und Männern zu verdanken, die im Verein führend und sportlich aktiv waren und es bis heute geblieben sind. Die Mitglieder fanden es "schade und bedauerlich", dass ein Verein, der 1957 von Idealisten gegründet wurde, der 2003 mit dem Sportkegelclub Großenfalz fusionierte, der trotz vieler Mühen, Höhen und Tiefen seine Heimatstadt bis zum letzten Tag, hervorragend vertreten hat, nun aus den bekannten Gründen vor dem Nichts steht.
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