09.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

SRZ-Praktikantin Elisabeth Richter begleitet Kochkurs für Kinder im Jugendzentrum Hängematte Der lange Kampf mit dem Lauch

Angefangen hat das Ganze bereits vor einigen Jahren als Bachelorarbeit einer Freundin. Die Annahme war jedoch so gut, dass sich Dagmar Breith, Leiterin der Hängematte, dazu entschied, den Kinderkochkurs fest in das Ferienprogramm des Jugendtreffs aufzunehmen. Da der Ansturm jedes Mal wieder sehr groß war, läuft der Kurs über zwei Tage. Die SRZ war am ersten Tag dabei und begleitete vier Mädchen und einen Jungen bei den ersten Kochversuchen.

Unter der fachmännischen Leitung von Dagmar Breith lernen die Kinder auch den richtigen Umgang mit dem "Handwerkszeug".
von Autor ELRProfil

Auf der Speisekarte standen dieses Mal überbackene Tomaten und eine Gemüsequiche vom Blech. Die Kinder sind nicht allzu begeistert, zu viel Gemüse und viel zu gesund. Viel lustiger ist sowieso das Kleinschneiden der Zutaten und da gibt es mehr als genug. Das Gemüse für die Quiche sowie Tomaten und Mozzarella müssen geschnitten werden, außerdem ist noch Teig zu kneten.

Unbedingt zum Teig

Die Aufgaben sind schnell verteilt, Philipp übernimmt die Tomaten, Lea, Lillian und Sarah teilen sich das Gemüse. Hannah will unbedingt den Teig bearbeiten, aber schon bald wird es ihr zu anstrengend - also muss Schwester Lea ran. Dann, als der Teig endlich kräftig durchgeknetet ist, das nächste Problem: Die Schüssel ist zu groß, so dass die Tür des Kühlschranks nicht mehr zugeht. Schnell wird etwas umgestellt und der Teig kann erst einmal ruhen.

Sarah ist mit den Zucchini fertig und braucht eine neue Aufgabe. Nach einem kurzen Blick in das Kochbuch beschließt Dagmar: "Du kannst den Toast buttern, der danach in den Ofen geschoben werden muss." Die Angabe "im Ofen lassen bis der Toast knusprig ist" lässt einigen Spielraum für Interpretationen, also heißt es Überwachen. Lillian hat inzwischen das Zerkleinern der Paprikas beendet und beginnt damit, den Käse für die Quiche zu hobeln. "Das ist Emmentaler, kein Gouda, denn Gouda hat keine Löcher", erklärt die Leiterin.

Neue Aufgabe

Nach langem Kampf mit dem Lauch, ist Hannah erschöpft, aber sie will keine Pause, sondern eine neue Aufgabe. Sie kann die Kräuter hacken, was Lillian auch gefallen würde. Deshalb entbrennt ein kleiner Zwist zwischen den beiden. Am Ende bleibt es doch dabei, Hannah kümmert sich um die Kräuter und Lillian hobelt weiter Käse.

Philipp steckt ebenfalls in einem Dilemma. Ihm tun die Hände vom Schneiden der vielen Tomaten weh, aber ihm ist auch langweilig. Dagmar bietet ihm an, bei einer Zitrone die Schale abzureiben, was er gerne annimmt, denn so etwas hat er noch nie gemacht.

"Ich kann das!"

Das Gemüse ist fertig geschnitten und muss jetzt angebraten werden. "Ich kann das!", meint Lea überzeugt und läuft in die Küche. Die überbackenen Tomaten sind fast fertig. Sarah und Lillian sollen die geschnittenen Tomaten und den Mozzarella abwechselnd in eine Form schlichten, aber leider reicht der Käse nicht aus. Zum Glück findet sich noch eine Packung im Kühlschrank. Danach kommen der klein geschnittene Toast und die Zitronenschale darüber. Ab in den Ofen und fertig. Inzwischen beginnt Philipp mit dem Guss für die Quiche und vermischt jede Menge Creme fraiche mit einem Ei und dem Emmentaler. Danach wird kräftig gesalzen, schließlich ist das Gemüse ja nicht gewürzt. "Das ist zu viel", stellt Hannah nach einer kurzen Kostprobe fest, aber der Rest findet es gar nicht so schlimm. Jetzt muss nur noch das Gemüse dazu gegeben und alles auf den bereits ausgerollten Teig verteilt werden. Am Ende kommt das Ganze noch für 45 Minuten in den Ofen.

Die Kinder zweifeln es zwar an, doch das Aufräumen gehört auch zum Kochen. Also müssen erst noch einmal alle zusammenhelfen, bevor das erste selbst gekochte Menü auf dem Tisch steht. Und es schmeckte einfach vorzüglich.

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