30.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Stadt feiert mit Abordnung des Minenjägers "Sulzbach-Rosenberg" 50-jährige Patenschaft Matrosen laufen wieder ein

Die Beziehungen sind eng, viele Freundschaften entstanden und sogar eine Hochzeit zwischen "Nord" und "Süd" durfte gefeiert werden: All das zeugt von den intensiven Kontakten der Herzogstadt zu ihrem Minenjagdboot. Heuer steht das 50-jährige Jubiläum der Patenschaft zur "Sulzbach-Rosenberg" an. Die Stadt wird das Ereignis mit ihren Freunden von der Marine Anfang Oktober gebührend feiern.

von Andreas Royer Kontakt Profil

Die Ursprünge der Patenschaft gehen auf die Vorarbeit der Kreisgruppe der Bundeswehrreservisten zurück. Sie knüpften 1964 bei einem Besuch in Kiel unter der Leitung des legendären Hauptmanns Hans Schlenk die ersten Bande mit der Besatzung des Minenräumbootes "Schütze". Da man sich bestens verstand, vereinbarten die Beteiligten gleich einen Gegenbesuch mit Übernahme einer Patenschaft im selben Jahr. Und so kam es dann auch.

Mit Leben erfüllt

Seit dieser Zeit brachen viele Delegationen aus der Oberpfalz in den hohen Norden auf, um die Patenschaft mit Leben zu erfüllen. Gleichermaßen lag es auch der Bundesmarine am Herzen, mit Gegenbesuchen in der Herzogstadt Präsenz zu zeigen. Die Besatzungsmitglieder der "Schütze" (1992 außer Dienst gestellt) bzw. der "Sulzbach-Rosenberg" (ab 1996 im Einsatz) sorgten mit ihren Uniformen stets für willkommene Farbtupfer in der Patenstadt.

Über die Jahre entwickelten sich auch sehr viele Freundschaften, die von privater Seite, aber auch von Vereinen wie der Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg oder der Kirwagemeinschaft Rosenberg mit viel Herzblut gepflegt werden. Und obwohl Kommandanten und Besatzungen naturgemäß einem stetigen Wechsel unterworfen sind, halten die Beziehungen über Jahre. Oder sie werden mit den folgenden Crews immer wieder aufs Neue geknüpft.

Frühere Kommandanten

Damit dies auch in Zukunft so bleiben kann, hat Bürgermeister Michael Göth das Patenschaftsjubiläum zur Chefsache erklärt. In enger Absprache mit dem interfraktionellen Festausschuss arbeitete das Rathaus unter Federführung von Hauptamtsleiter Johann Gebhardt ein vorläufiges Festprogramm zum Besuch der 18-köpfigen Marine-Delegation aus. Dieser soll in der Herzogstadt vom 9. bis zum 12. Oktober über die Bühne gehen soll (siehe Kasten). Wie es sich bei einem so langjährigen Jubiläum gehört, werden auch frühere Kommandanten - zugesagt heben bereits sechs der altgedienten Kaleus - zu den Feierlichkeiten eingeladen. Wie beim Pressetermin zu erfahren war, legen die Briefmarkenfreunde eigens zu diesem bedeutenden Ereignis einen Sonderstempel auf. Von Seiten der Verwaltung und des Stadtarchivs soll mit einer kleinen Ausstellung von Erinnerungsgaben und einer Präsentation auf die langjährige Patenschaft zusätzlich zurückgeblendet werden.

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