02.09.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Stadt investiert kräftig ins Feuerwehrwesen - Sulzbacher Gerätehaus liegt voll im Zeitplan Künftig "Schlauchturm mit Balkon"

Feuerschutz ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen. Gemeint ist natürlich nicht der militärische, sondern der zivile Feuerschutz mit Einsätzen bei Bränden, Unfällen und Katastrophen. Alljährlich sorgt auch die Herzogstadt mit erheblichem finanziellen Aufwand für schlagkräftige Wehren. Sie investiert in Ausrüstung und, wie jetzt gerade aktuell, in den Um- und Ausbau des Gerätehauses der Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg.

Hier wächst das neue Herzstück des Sulzbacher Feuerwehrgerätehauses heran: die Fahrzeughalle für sieben Großfahrzeuge, eine abgemauerte Stellfläche ist als Waschplatz nutzbar. Gestern setzte ein Autokran die Hallendeckenteile (Fertigteilbinder) von je 10,5 Tonnen Gewicht auf.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Im Pressegespräch stellte Diplom-Ingenieur Markus Hofmann vom Bauamt das Großprojekt vor. Bürgermeister Michael Göth ging auf die millionenschweren Investitionen für die Feuerwehren der Stadt seit dem Jahr 2001 ein. Beide machten im Gespräch deutlich, dass die Stadt Sulzbach-Rosenberg hier sehr gewissenhaft mit den Geldern umgehe und stets bemüht sei, den Spagat zwischen Notwendigkeit und Sachzwang verantwortungsvoll zu meistern.

Bei der gegenwärtig laufenden Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses um sieben Stellplätze liegen die Arbeiten gemäß Hofmanns Angaben im Zeitplan. Er blickte auf den Beginn des Teilabbruchs im März zurück und verwies auf den Baubeginn am 4. April. Mittlerweile seien die Rohbauarbeiten zu 85 Prozent fertiggestellt.

"Derzeit fertigt die Firma Mickan mit sechs bis zehn Facharbeitern parallel zum Hallenbautragwerk den Zwischenbau für die Funktionärsräume", gibt der Vertreter des Bauamtes an. Gestern wurden die Hallendeckenteile (Fertigteilbinder) von je 10,5 Tonnen per Autokran angeliefert. Jetzt folge der Stahlunterbau für das Hallendach. Ab Mitte September werde die Dacheindeckung der Fahrzeughalle mit Trapezblechen folgen. Die Montage der Tore, Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallation und letzte Bodenarbeiten werden den ersten großen Bauabschnitt beschließen. "Wir hoffen, dass ab Dezember die neue Fahrzeughalle als Stellfläche für die zum Bauhof ausgelagerten Feuerwehrautos wieder zur Verfügung steht", hofft der Oberbauleiter.

Abschluss im Frühjahr

Die neue Wache, die im Zwischenbau Raum findet, soll im Frühjahr 2015 bezugsfertig sein. Neben Umkleideplätzen für 70 Männer und 10 Frauen ist im Anschluss auch die Schlauchpflegeanlage angesiedelt, die den alten Schlauchturm ablösen wird.

Von dessen Abbruch werde aber abgesehen, da er den Einsatzkräften künftig als Übungsobjekt mit Balkonen dienen soll. Die neue Halle ist für die Fahrzeuge mittels Doppeltoren sowohl vom Annabergweg aus als auch von der Karolinenstraße in beiden Seiten befahrbar. Dem Umweltgedanken werde mittels Dachbegrünung am Mittelbau und einer Eigenstromversorgung über eine PV-Anlage am Hallendach Rechnung getragen.

Wie Markus Hofmann weiter ausführte, bestehe beim Projekt eine "relative Kostensicherheit". Das Gesamtvolumen der Maßnahme liege bei 2,67 Millionen Euro. Fördermittel flossen dazu in Höhe von 218 000 Euro.

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