25.07.2009 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

„Tag der geistlichen Berufe“ auf dem Annaberg - Abt Thomas Freihart predigt: Aus der Verwurzelung in Gott

Geistliche Berufe sind Berufungen, die wachsen müssen und neben der Verwurzelung in Gott auch von menschlichen Beziehungen im Leben getragen werden. Diese Berufungen seien Geschenke des Herrn, betonte Abt Thomas Freihart beim Pontifikalgottesdienst zum „Tag der geistlichen Berufe“ auf dem Annaberg.

von Bettina BauerProfil

Viele Gläubige hatten sich bei strahlendem Sonnenschein zum Gottesdienst versammelt, und zahlreiche Priester aus dem Dekanat Sulzbach- Hirschau zogen zusammen mit dem Festprediger aus dem Kloster Weltenburg und den Bannerabordnungen der kirchlichen Vereine auf den Freialtar. Für die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes zeichneten die Combo und der Jugendchor der Pfarrei unter Leitung von Maria Boßle verantwortlich.

Sehnsucht nach Liebe

„Dieses Jahr“, erinnerte Dekan Walter Hellauer, „hat der Papst zum Jahr der Priester und Geistlichen Berufe ausgerufen.“ Er bat um ein Miteinander und das Gebet für die geistlichen Berufe. Nach einer Perikope aus dem Johannes-Evangelium leitete der Abt mit den Gefühlen des Menschen ein, der mit der Sehnsucht nach Liebe auf die Welt komme, der erfahren möchte, dass er gewünscht, gemocht und geliebt werde.

„Christus sagte, dass genauso, wie ihn der Vater liebt, auch er die Menschen liebt“, so der Vorsteher des Klosters Weltenburg. Jedes Leben sei ein Geschenk an die Welt und diese Liebe sei hineingenommen in das Geheimnis Gottes. In Maria sei Jesus Christus als Sohn Gottes angekommen, habe Fleisch angenommen und sei als wahrer Mensch auf die Erde gekommen.

In diesem Zusammenhang gerate auch die Mutter Anna ins Blickfeld, die ihre Tochter Maria in den Glauben des Volkes Israel geführt habe. Gott wolle durch die Menschen zu den Menschen kommen, zitierte der Festprediger Papst Benedikt XVI. und verband das Leben mit dem Dienst des Priesters. Nach dem II. Vatikanischen Konzil nehme der Priester somit teil an der Funktion der Menschwerdung, erklärte der Prediger.

Kein Funktionär

Ein Priester sei kein Funktionär, keiner, der einen Job ausübe, sondern er sei in seiner Person gefragt. Durch sein Wirken, durch die Verkündigung und die Spendung der Sakramente als Zeichen des Heils führe er den Menschen in diese Dimension des Glaubens hinein. „Von besonderer Bedeutung ist, dass der Priester vom Herrn berührt ist und diese Berührung für die Menschen spürbar macht.“ Bei der Nachfolge sei die Offenheit für das Religiöse und für das Innere wichtig. Jeder Priester wisse, dass die Menschen auf seinen Dienst und sein Gebet warten würden. Die Ernte sei groß, aber es gebe zu wenig Arbeiter.

Nach dem Pontifikalgottesdienst spendete Neupriester Johannes Elberskirch, der ab 1. September die Kaplansstelle in St. Marien besetzen wird, den Primizsegen.

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