05.02.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Verdi-Ortsverein besucht auch Synagoge Mindestlohn immer noch ein Thema

Aufgeteilt in zwei Gruppen, besichtigten 50 Verdi-Mitglieder und Gäste die Synagoge, die ihnen Stadtarchivar Johannes Hartmann (rechts) vorstellte, sowie den Seidel-Saal. Bild: rlö
von Günther Wedel Kontakt Profil

Der Seidel-Saal und die Synagoge standen auf der Besichtigungsliste der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, die damit einen unerwarteten Publikumserfolg landete: Rund 50 Mitglieder und Gäste unternahmen mit Stadtheimatpfleger Markus Lommer einen Streifzug in die Sulzbacher Druckereigeschichte.

Stadtarchivar Johannes Hartmann stellte ihnen die Erinnerungsstätte an die ehemalige jüdische Gemeinde vor. Vorausgegangen war eine Vorstandssitzung des Verdi-Ortsvereins Medien Amberg-Sulzbach. Der Bezirkssekretär dieses Fachbereichs, Pascal Attenkofer, sprach dabei die Pläne der Bundesregierung für einen gesetzlichen Mindestlohn an.

Gegen Drohnen

Verdi wolle ihn auch für Zeitungszusteller und habe deshalb eine Unterschriftenaktion gestartet, um die vorgesehene Ausnahme zu verhindern. Außerdem informierte Attenkofer über die laufende Druck-Tarifrunde und die anstehenden Betriebsratswahlen.

Auf Beifall stieß die Ankündigung von Landrat Richard Reisinger, sich gegen dauerhafte Flugkorridore für US-Drohnen über dem Landkreis einsetzen zu wollen. Der Verdi-Ortsverein Medien sehe auch die angekündigte sechsmonatige Testphase kritisch, fügte der Vorsitzende Manfred Weiß hinzu. Er verwies auf die Belastungen durch Manöver und den Schießlärm der Truppenübungsplätze. "Wir wehren uns gegen eine weitere Militarisierung unseres Landkreises", betonte Weiß.

Keine Waffenschau

Die Teilnahme von US-Soldaten in Kampfmontur mit geschultertem Sturmgewehr bei der Eröffnung des Altstadtfests und eine Waffenschau in der Neustadt, wie im vergangenen Jahr gesehen, dürften sich nicht wiederholen. Das passe nicht zum friedlichen Charakter des Altstadtfests, den sich alle wünschen, unterstrichen die Gewerkschafter ihre Forderung an die Stadt.

Festgelegt wurde die Mitgliederversammlung des Ortsvereins Medien mit Neuwahl des Vorstands auf den 10. Mai. Noch vorher soll es eine Neuauflage der Besichtigung von Synagoge und Seidel-Saal geben, da die Anmeldeliste allzu schnell voll war. Der Termin wird mitgeteilt.

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