Vorstandswahl im CJD-Förderverein - Unterstützung von Migranten als Hauptarbeit
Individuelle Hilfe im Programm

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
18.04.2013
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Ein solches Ereignis ist eine gute Gelegenheit, um auf Erreichtes zurückzublicken und um neue Vorhaben zu planen: Turnusmäßig fand die Neuwahl des Vereins zur Förderung der Arbeit des CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschschlands) Sulzbach-Rosenberg im Gasthaus "Sperber" statt.

Über die finanzielle Situation des Vereins informierte Kassiererin Catrin Peil. Im Berichtszeitraum habe es insbesondere Einnahmen über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Projektförderungen gegeben. Ausdrücklich galt der Cossäth-Körting-Stiftung Dank für ihr finanzielles Engagement, die somit den Verein bereits über mehrere Jahre unterstützt.

Kosten übernommen

Dem gegenüber standen Ausgaben für Projektarbeit und finanzielle Unterstützung bedürftiger Migranten. So half der Verein in Situationen, wo sonst keine anderen institutionellen Hilfen möglich waren.

Beispielsweise konnte einem Jugendlichen geholfen werden, dem man einen Kurs zur Vorbereitung auf eine Prüfung für den Berufsabschluss finanzierte, da der Ausbildungsbetrieb die Kosten dafür nicht übernahm.

Anders herangehen

Im Anschluss berichtete die Leiterin des CJD Sulzbach-Rosenberg, Ute Kredler, über die Arbeit im Jahr 2012, das vor allem durch strukturelle Veränderungen bei den zu betreuenden Migranten geprägt war. Insbesondere der Zuzug von Flüchtlingen in den Landkreis erforderte eine veränderte Herangehensweise in der Betreuungsarbeit.
Dem trug man beispielsweise Rechnung durch den Start eines Projektes zur Sprachförderung für Flüchtlinge. Ein neues Arbeitsfeld für das CJD eröffnete sich mit der Übernahme von erzieherischen Hilfen im Auftrag des Kreisjugendamtes.

Vermehrt dezentral

In den vergangenen Jahren konzentrierte sich die Integrationsarbeit vorwiegend auf Amberg und Sulzbach-Rosenberg. Seit 2012 befinden sich die zu betreuenden Migranten vermehrt dezentral in verschiedenen Orten im Landkreis.

Daher müssen zukünftig neue Wege beschritten werden, um diesen Personenkreis zu erreichen.

Die Vereinsmitglieder regten daher an, interessierte Bürger zu gewinnen, die den Zugewanderten individuell beim Erlernen der deutschen Sprache und bei ihren ersten Integrationsschritten behilflich sind.

Unterstützung könnte beispielsweise beim Einkauf und Behördengängen erfolgen. Eine Hilfestellung für die Anmeldung bei einem Verein vor Ort mit anfänglicher Begleitung wäre ebenfalls denkbar.
Einwohner in Orten, in denen Migranten neu zugewandert sind und die für eine solche ehrenamtliche Tätigkeit bereit stehen, können sich unter 09661-9434 beim CJD Jugendmigrationsdienst Sulzbach-Rosenberg melden.

Bewährtes fortführen

Für die kommenden drei Jahre stellten sich wieder die Mitglieder des bisherigen Vorstands zu Verfügung. Die Vorsitzende Christel Fuchs und ihr Stellvertreter Gerd Bones bekleiden ihre Funktionen bereits seit zehn Jahren, sie wollen mit ihren Erfahrungsschatz Bewährtes fortführen und neue Ideen in die Vereinsarbeit einbringen.

Die ebenfalls langjährigen Vorstandsmitglieder Catrin Peil (Kassiererin) und Andrea Rausch (Schriftführerin) unterstützen die Vorstände bei ihren Vorhaben.
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