30.07.2011 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Weihbischof Reinhard Pappenberger beim Pontifikalgottesdienst am Annaberg Für erfülltes Leben Christus begegnen

"Wenn die Haut runzelt, ist das nicht so schlimm als wenn die Seele runzeln würde." Diese Einstellung gab Weihbischof Reinhard Pappenberger den Gläubigen mit auf den Weg. Er ermunterte sie, im Herzen jung zu bleiben und die Hoffnung auf Neues nicht zu verlieren. "Denn es gibt keine älteren Menschen, nur im Herzen Junggebliebene. Du bist immer so jung wie deine Erwartung reicht."

von Autor KÖKProfil

Beim Pontifikalgottesdienst sprach Weihbischof Reinhard Pappenberger über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Gnadenbild der Heiligen Anna. Dessen Betrachtung habe sich nämlich im Laufe seines Lebens verändert.

"Auf Gott warten"

Die Darstellung zeige Sankt Anna in der Haltung des Wartenkönnens im Sinne des Wartens, aber auch des Wartens des Kindes im Sinne des Behütens. "Das ist eine Haltung der älteren Menschen, dafür braucht es Lebenszeit." Schon in der Alten Schrift, aus der Anna gelesen habe, meinte "warten" immer "auf Gott warten". "Dafür braucht der Mensch aber die innere Gewissheit, dass er diese Zeit hat, die Lebenszeit, die ihm von Gott gegeben wird." Das Kind, das Anna im Gnadenbild auf dem Schoß halte, stehe dafür, dass Gott auf die Menschen zugehe um unter ihnen zu leben. "Gott ist durch dieses Kind mit den Menschen verbunden." Pappenberger forderte die Betrachter des Gnadenbildes auf, sich eingeladen zu fühlen, zu dieser Familie zu gehören.
"Was wäre das Leben, ohne das verstehen zu können?", fragte er die Gläubigen. "Das wäre eine tiefe Leere auf unserem Lebensweg", gab er die Antwort. Es sei ein Geschenk, dass Gott den Menschen zeige, das eigene Leben zu gestalten. Für ein erfülltes Leben sollten die Menschen Christus begegnen und erkennen, dass Mensch und Gott miteinander zu tun haben. Pappenberger wollte auch deutlich machen, dass es sich nicht darum handele, einfach nur vom Jungsein zum Altwerden zu gehen. Vielmehr sollte jeder stets versuchen, Neues wachsen zu lassen.

Geduld mit Jüngeren

Es sei Aufgabe der Älteren, den Jungen zu zeigen, woraus Menschen mit Christus leben können. Er habe es sein Priesterleben lang erlebt, wie eine Generation der anderen den Weg bereite. Er warb bei der älteren Generation um Geduld mit den Jüngeren. Im Vertrauen auf Gott erfülle sich der Wunsch: "Wird schon gut gehen."

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