28.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Zwischen Kauerhof und Kempfenhof - Stadtrat segnet Planung ab Neuer Gehweg kommt

Die Maßnahme ist schon lange im Gespräch, immer wieder hatten Stadträte und Bürger in diese Richtung gearbeitet: Zwischen dem Gewerbegebiet West in Kauerhof und dem Ortsteil Kempfenhof wünschten sich die Antragsteller einen Gehweg. Jetzt stellte der Stadtrat die Weichen, nächstes Jahr wird wohl gebaut.

Wird das letzte Stück Straßenoberfläche zur B 14 noch abgefräst, könnte nach dem Neubau die ganze Decke in einem Rutsch erneuert werden.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Man wolle sich auf das Wesentliche konzentrieren, hatte der Stadtrat in seiner Klausurtagung im Januar als Maxime ausgegeben. Die Aufwertung der Kauerhofer Straße ist so ein Punkt. Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn stellte denn auch die Planung für einen Gehweg vor. Es habe zwei Varianten gegeben, berichtete sie in der Sitzung.

2,3 Meter ist Standard

Die Fahrbahn selbst werde auf 5,5 Meter verbreitert. Durch einen "Hochbord" von der Fahrbahn getrennt sei dann ein Gehweg von 2,3 Meter Breite zu erreichen. "Dies ist auch die Mindestbreite, um eine Förderung zu erhalten!", stellte die Stadtbaumeisterin klar. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit sei in diesem Fall auf 50 Kilometer pro Stunde zu beschränken.

Sicherer wäre es, den Gehweg durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn abzusetzen - dies sei jedoch ohne Grunderwerb nicht möglich. Dieser solle aber ausdrücklich nicht getätigt werden, habe der Stadtrat gewünscht, die Verwaltung hat sich daran gehalten. Die Variante 1 (Verbreiterung der Fahrbahn, Gehweg mit 2,3 Meter) koste brutto 338 000 Euro, es gebe jedoch einen Zuschuss von 55 Prozent zu den förderfähigen Kosten, insgesamt rund 148 500 Euro. Damit bleibe ein Eigenanteil für die Stadt von 189 500 Euro.

Bürger zahlt nichts

Die Variante 2 dagegen sehe neben der Fahrbahnverbreiterung einen Geweh von nur 1,5 Metern vor. Dies schlage sich zwar in 19 000 Euro weniger Gesamtkosten nieder, schließe aber gleichzeitig eine Förderung aus. Der Stadtanteil belaufe sich somit auf satte 319 000 Euro, den vollen Brutto-Betrag. Eine gute Nachricht für die Bürger hatte die Stadtbaumeisterin auch noch: Da die Kauerhofer Straße derzeit als Gemeindeverbindungsstraße gewidmet sei, würden keine Erschließungsbeiträge erhoben. Eine Umwidmung sei nicht geplant.

Für die SPD begrüßte Dr. Thomas Steiner die Maßnahme, die finanziell ziemlich genau den Haushalts-Planungen entspreche. Er regte an, auch das Reststück zwischen B 4 und dem Gehweg in den Straßenunterhalt aufzunehmen, die oberste Asphaltschicht abzufräsen und nach der Fahrbahnverbreiterung die gesamte Kauerhofer Straße durchgehend mit einer neuen Decke zu versehen.

Einstimmig dafür

Christian Steger (CSU) und Hans-Jürgen Reitzenstein (FDP/FWS) schlossen sich an, ebenso Karl-Heinz Herbst (Grüne), dessen Frage nach einer Beleuchtung der Strecke die Stadtbaumeisterin positiv beantwortete. Der Stadtrat beschloss einstimmig die Variante 1, die Kauerhofer Straße bleibt Gemeindeverbindungsstraße. Die Verwaltung soll schnellstmöglich den Förderantrag einreichen. Mit einer Realisierung ist dann 2015 zu rechnen.

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