01.06.2017 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Sulzbach-Rosenbergund wird EU-Land unter die Lupe genommen: Mehr als ein Auge auf Ungarn

Klassen-, Fächer- und gar Schulübergreifend: Im achten Jahr stellen die Auszubildenden für Arbeitsmarktdienstleistungen und die Fachschülerinnen für Ernährung und Versorgung das Europa-Projekt vor. Diesmal wurde das EU-Land Ungarn kulturell und auch kulinarisch unter die Lupe genommen.

Studiendirektor Harald Sieber (links) freute sich mit den Auszubildenden über eine gelungene Präsentation.
von Bettina BauerProfil

(lz/bba) Über eine liebgewordene Tradition - die Europawand am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Sulzbach-Rosenberg - in zeitlicher Nähe zum Europatag wieder lebendig werden zu lassen, freute sich Schulleiter Bernhard Kleierl bei der Einführung zu diesem Anlass. Dabei bedankte er sich besonders bei Fachoberlehrerin Annemarie Maier, die seit vielen Jahren dieses Projekt kulinarisch begleite. Mit Ablauf des aktuellen Schuljahres geht sie in den Ruhestand. Studiendirektor Harald Sieber, Fachbetreuer für Sozialkunde, eröffnete diese besondere Aktion. Die Auszubildenden bei der Agentur für Arbeit, allesamt im zweiten Lehrjahr, zeigten mit verschiedenen fundiert vorbereiteten Stellwänden, Wissenswertes rund um ein Land, das vor gut zehn Jahren der Europäischen Union beigetreten ist.

Mit der Landnahme

Politisch sei Ungarn eine parlamentarische Republik mit Ministerpräsident Viktor Orban und Staatspräsident Janos Ader. Die jungen Leute hinterfragten auch die Flüchtlingspolitik des Landes, die Meinungs- und Pressefreiheit. Ungarns Geschichte begann 895 mit der Landnahme, gut 100 Jahre später erfolgte die Christianisierung.

Weitere wichtige Ereignisse in der Historie des Landes seien der Freiheitskrieg oder die Revolution von 1956 gewesen. Ferner untersuchten die Auszubildenden aus dem Bereich Wirtschaft und Verwaltung das Schulsystem und die Ausbildung. Tradition und Bräuche standen ebenso im Fokus: So würden in Ungarn Namenstage stärker gefeiert als Geburtstage. An Ostermontagen etwa würden Frauen mit Parfüm bespritzt. Als Sehenswürdigkeiten wurden vor allem das Parlamentsgebäude, die Sankt-Stephanus-Basilika, die Matthiaskirche oder der Burgpalast beschrieben. Die soziale Komponente kenne eine Krankenversicherung, die großteils privatisiert sei, sowie eine Renten- und Pflegeversicherung. Im Sport sei Fußball nach wie vor die Nummer eins, auch wenn die Klasse der legendären Mannschaft der 50er Jahre nicht mehr erreicht wurde. Aber auch im Fechten, Wasserball oder Schwimmen verfüge das Land über herausragende Sportler.

Begeisterte Gäste

Danach stellte Annemarie Maier mit ihrer Klasse die kulinarischen Spezialitäten des Landes wie Gulyás (original ungarische Gulaschsuppe), Sajtos pogácsa (Käse-Pogatschen), Bejgli (Mohn-/Nussschnecken) und weitere liebevoll zubereitete Schmankerln vor, die von den begeisterten Gästen zum Abschluss auch umgehend probiert werden durften.

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