Hans Lauterbach von "Sulzbach-Rosenberg hilft" reagiert auf Leserbrief
"Helfen statt hetzen - das ist unser Ziel"

Hans Lauterbach, Sprecher der Bürgerinitiative Sulzbach-Rosenberg hilft! (Foto: Hartl)
Politik
Sulzbach-Rosenberg
13.09.2017
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Mit einer Stellungnahme reagiert Hans Lauterbach von "Sulzbach-Rosenberg hilft" auf den Leserbrief von Marco Wiesnet (SRZ vom 11. September) zum Artikel "Kaum geplant, schon abgesagt". Der schilderte, wie der Kreinerwirt in Siebeneichen eine bei ihm angesetzte AfD-Versammlung absagte, nachdem sich ein Protestbündnis formiert hatte.

Zunächst stellt Lauterbach klar, dass Wiesnet dem AfD-Kreisvorstand Amberg-Neumarkt angehörte und "heute noch ein besorgter Bürger und engagiertes AfD-Mitglied ist". Lauterbach findet, dass Wiesnet dies in seinem Leserbrief so benennen hätte sollen, "um die Bürger nicht mit Halbwissen zu füttern". Lauterbach betont, ihm sei nicht bekannt, dass jemand auf den Wirt eingewirkt hat. "Weder ich noch Vertreter oder Mitglieder von Parteien oder Verbänden haben mit ihm Kontakt aufgenommen." Herr Kreiner sei von der SRZ über eine Gegenveranstaltung informiert worden, was vermutlich dazu geführt habe, dass er den Raum nicht mehr zur Verfügung habe stellen wollen. Für Lauterbach drängt sich die Frage auf, warum die sonst so findigen Juristen der AfD hier nicht den wohl mündlich geschlossenen Vertrag mit dem Wirt juristisch angefochten hätten. "Jetzt suhlt sich die AfD um Herrn Wiesnet wieder mal in einer selbst erwählten Opferrolle und will dem Bürger suggerieren, sie würden im demokratischen Kanon unterdrückt werden."

Hans Lauterbach wirft dem Verfasser des Leserbriefs vor, sich in "mannigfaltigen Verschwörungsphantasien zwischen der SRZ, Verdi, Antifa, Sulzbach-Rosenberg hilft und meiner Person zu verzetteln". Das von der SRZ veröffentlichte Bild zum geplanten Vortrag von Leyla Bilge bei der Veranstaltung der AfD in Siebeneichen habe die Referentin selbst in der Gruppe Shakira veröffentlicht. Diese Gruppe sei von der Satirepartei "Die Partei" übernommen worden, nachdem deren Mitgliedern die Administratorenrechte freiwillig übertragen worden seien. "Die Anwälte der AfD finden wohl immer noch keine Möglichkeit, diese Situation juristisch einzuordnen", so Lauterbach. Wiesnet bleibe einen Beweis schuldig, in welcher Form eine angebliche Zusammenarbeit zwischen der SRZ, Antifa, Verdi und Sulzbach-Rosenberg hilft stattfinde. "Es ist wohl noch nicht verboten, einen Vortrag von Verdi zum Programm der AfD zu besuchen - das dürfte ebenso auch ehrenamtlichen Helfern aus dem Flüchtlingsbereich erlaubt sein. Abgesehen davon ist es uns auch gestattet, diese Veranstaltung auf unserer Facebookseite zu veröffentlichen."

Lauterbach fragt sich, ob Wiesnet den Flüchtlingshelfern vorschreiben wolle, sie sollten Flüchtlingen helfen, aber einer politischen Meinung fernbleiben. "Wo blieben da unsere Grundrechte? Auch wir haben ein Recht auf freie Meinungsäußerung." Offen bleibe die Frage, warum SPD, Jusos, Grüne, Linke, "Sulzbach-Rosenberg hilft" und andere nicht organisierte Einzelpersonen nicht gegen die AfD demonstrieren sollten. "Es ist das Grundgesetz, das uns erlaubt, unseren Widerstand gegen die menschenverachtende Politik der AfD öffentlich kundzutun, auch wenn das Ihnen nicht passt", wendet sich Lauterbach an Wiesnet. "Die in Ihrem Leserbrief betriebene Hetze gegen mich und die Bürgerinitiative Sulzbach-Rosenberg hilft empfinde ich als eine Unverschämtheit", so Lauterbach weiter. "Mit Ihren Äußerungen vergiften Sie unser gesellschaftliches Klima. Wir von Sulzbach-Rosenberg hilft stellen uns erfolgreich der Herausforderung der Integration von geflüchteten Menschen. Helfen statt hetzen - das ist unser Ziel."

Jetzt in RiedenDie Wahlveranstaltung mit der kurdischen Türkin Leyla Bilge, die die AfD ursprünglich für Donnerstag, 14. September, um 19.30 Uhr im Gasthaus Kreiner in Siebeneichen angekündigt hatte, findet jetzt zur selben Zeit in Rieden statt. Wie die Partei mitteilt, hält der AfD-Kreisverband Amberg/Neumarkt den "politischen Info-Abend" an diesem Donnerstag im Gasthof "Zur Brücke" in Rieden ab. Das Thema ist das selbe: Leyla Bilge referiert über "Meine Geschichte". (ll)
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