05.12.2017 - 11:50 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Interview nach gescheitertem Anlauf auf Bürgermeisterwahl "Einsatz für Demokratie lohnt sich immer"

Nur 35 Sulzbach-Rosenberger sind ins Rathaus gekommen, um die Kandidatur von Andreas Schmid bei der Bürgermeisterwahl im Januar zu unterstützen. Zu wenig für den 46-Jährigen. Er muss seine Pläne begraben.

Aus der Traum vom Bürgermeister-Posten: Andreas Schmid hat nicht die erforderliche Zahl von Unterstützern erreicht. Archivbild: ll
von Uli Piehler Kontakt Profil

Schmid ist ernüchtert, aber nicht verbittert. 180 Unterschriften hätte der als Sachbearbeiter am Einwohnermeldeamt der Stadtverwaltung tätige Sulzbach-Rosenberger für seine Kandidatur gebraucht. Im Interview erzählt er, wie es ihm am Tag nach dem Fristablauf geht.

Herr Schmid, sind Sie sehr enttäuscht, dass es nur 35 Unterschriften geworden sind?

Andreas Schmid: Nachdem es schon in der vergangenen Woche absehbar war, dass die 180 Unterstützer nicht zusammenkommen, nehme ich es mittlerweile sportlich. Von fünf bis sechs Leuten wusste ich noch, die in den letzten Tagen unterschreiben wollten. Zu denen habe ich gesagt: Ihr braucht gar nicht mehr kommen.

Jetzt haben Sie sich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt für nichts und wieder nichts...

Sich für die Demokratie einzusetzen lohnt sich immer. Wenn das dann natürlich nicht angenommen wird, ist das eine andere Sache. Die Initiative ist ja durchaus positiv aufgenommen worden. Leider hat sich das halt nicht in Unterschriften niedergeschlagen.

Würden Sie das Ganze noch einmal machen?

Ja. Aber was in sechs Jahren ist, kann ja heute noch keiner sagen.

Sie haben ja die Wählergruppe "ZuSuRo" gegründet. Wie geht es mit ihr weiter?

Die Wählergruppe entscheidet nach der Bürgermeisterwahl, ob sie sich auflöst. Momentan ist die Stimmung nicht so gut. Aber das kann Ende Januar auch wieder anders sein.

Was hat Sie der Anlauf zur Bürgermeister-Kandidatur gekostet?

500 Euro werden es schon gewesen sein. Da waren zum Beispiel die Kosten für die Homepage und für die Versammlungen. Ich hätte das Ganze natürlich viel größer aufziehen könne, dann wäre es teurer geworden. Vielleicht war es ein Fehler, dass ich das nicht getan habe.

Verraten Sie uns Ihren Favoriten bei der Bürgermeisterwahl?

Mein Favorit wäre ich gewesen. Ich habe ja durch meine Initiative schon ein Zeichen gesetzt. Ich bin mir sicher, dass es am 14. Januar eine sehr knappe Entscheidung wird.

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Weitere Informationen:

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