15.04.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

JU diskutiert Stadtpolitik – Mehr Ausgewogenheit und Konsequenz gefor Ganzjahresbad hat Priorität

Themen der Zukunft aufgreifen, Probleme beim Namen nennen, Stadtpolitik verjüngen - diese Ziele hat sich die Junge Union Sulzbach-Rosenberg nach eigenen Angaben gesetzt. Entsprechend diskutiert der CSU-Nachwuchs um Vorsitzenden Max Klose auf seiner Klausurtagung. Und stellt dabei massive Forderungen auf.

Aufgaben wie der Generalsanierung der Krötensee-Mittelschule räumt die Junge Union ganz klar Priorität ein vor Investitionen etwa in das Seidel-Anwesen. Bild: Gebhardt
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Stadtrat Florian Bart unterstrich in einer Pressemitteilung dazu die Bedeutung der JU und junger Themen - er ist zusammen mit Patrick Fröhlich einziger Stadtrat unter 40 Jahren. "Die Mischung macht's. Damit der Stadtrat die Themen aller Altersgruppen abdecken kann, muss auch eine ausgewogene Mischung aller Altersgruppen im Stadtrat vertreten sein. Hier haben wir in Sulzbach-Rosenberg definitiv Nachholbedarf".

Hier forderten die JUler auch eine konsequentere Umsetzung der Sanierung des Waldbads und der Schaffung einer ganzjährigen Schwimmmöglichkeit in Sulzbach-Rosenberg. "Wir müssen die städtischen Ausgaben vernünftig verteilen. Museale Aspekte sind wichtig. Dabei dürfen aber Maßnahmen für die breite Bevölkerung nicht zu kurz kommen. Daher fordern wir als JU eine schnellere und klarere Umsetzung des Ganzjahresbads", unterstrich JU-Vorsitzender Klose.

Ball bei der Stadt

Zu der aktuellen Situation rund um die Hochofenplaza bei der ehemaligen MH erläuterte CSU-Vorsitzender und Stadtrat Patrick Fröhlich zunächst den derzeitigen Stand. "Unser Ziel muss es sein, den Hochofen und die dazugehörige Plaza als Denkmal und Erinnerung an die Tradition unserer Herzogstadt zu erhalten. Ich bin guter Dinge, dass der Freistaat Bayern dies mit einer hohen Summe unterstützen wird."

Allerdings sei es wie bei allen Maßnahmen, bei denen öffentliche Förderung gewünscht ist: Zunächst müsse ein Konzept auf den Tisch, was in welcher Form wie umgesetzt werden soll. "Dieses Konzept muss von der Stadt vorgelegt werden, was bisher leider noch nicht erfolgt ist", legte Fröhlich dar.

Die Verantwortung für den langen Stillstand dem Freistaat zuzuschieben, sei daher falsch. Derzeit liege der Ball bei der Stadt. "Ohne Nutzungskonzept ist es klar, dass es auch keine Förderungszusage mit konkreten Beträgen gibt", machte der stellvertretende Vorsitzende Jonas Riermeier klar. Die Maßnahmen rund um Seidel-Anwesen mit Museum sah die JU in ihrer Diskussion sehr kritisch. "Ankauf, Sanierung Vordergebäude, Sanierung Rückgebäude, Anschaffung der alten Bücher und Einrichtung werden die Stadt vor Abzug etwaiger Fördergelder ungefähr zehn Millionen Euro kosten." Davon dürften grob geschätzt die eine Hälfte für Barrierefreiheit im Haus für Bürgerdienste sowie für Wohnraum anfallen, die zweite Hälfte von fünf Millionen Euro für das Museum. "Die Förderhöhe ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bezifferbar", legte Stadtrat Bart die Fakten dar.

Mittel begrenzt

Aufgrund der Geschichte und Tradition rund um die Seidel-Druckerei sei ein Museum zweifelsohne wünschenswert. Die Mittel seien aber leider begrenzt. "Bevor ein Seidel-Museum mit einer siebenstelligen Summe errichtet wird, müssen die Generalsanierung der Krötensee-Mittelschule, Ertüchtigung der Feuerwehren, Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen und Sanierung der Brücken auf den Weg gebracht werden. Auch bei den freiwilligen Aufgaben halte ich ein Ganzjahresbad für wichtiger", steckte JU-Geschäftsführer Tobias Neidel die Prioritäten der JU ab, heißt es in der Presseinfo weiter.

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