22.11.2016 - 16:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Junge Union befasst sich mit lokalpolitischen Themen in Sulzbach-Rosenberg JU fordert: „Reißt die Hütte ab“

Zukunftsträchtige Themen waren wesentlicher Bestandteil der Vorstandssitzung der Jungen Union (JU) Sulzbach-Rosenberg: Die Folgenutzung des Maxhütten-Areals, die "Neue Mitte Rosenberg" sowie die langjährige Kernforderung von JU und CSU nach ausreichend Baugebieten sowie qualitativ angemessenen und bezahlbaren Wohnraum.

JU-Vorsitzender Max Klose (Mitte) erläuterte zusammen mit den Stadträten Dr. Patrick Fröhlich (Zweiter von links) und Florian Bart (Dritter von rechts) die inhaltliche Ausrichtung des Parteinachwuchses. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Zu Beginn gab Vorsitzender Maximilian Klose einen Rückblick auf Ferienprogramm und Oktoberfest-Fahrt, die wieder als voller Erfolg zu werten war. Bei den politischen Themen zeigte sich die JU insbesondere unzufrieden mit dem amtierenden Bürgermeister. Die endlosen Verhandlungen in punkto Folgenutzung des Maxhütten-Areals sorgten dabei besonders für Unmut, heißt es in einer Pressemitteilung.

Thema Maxhüttenareal

Aus JU-Sicht sei es nicht möglich, den gesamten Komplex zu erhalten. "Ein tragfähiges Nutzungskonzept für das gesamte Areal ist so gut wie unmöglich. Die Stadt kann den Unterhalt mit ihrer Verschuldung nicht schultern. Der Freistaat, also der bayerische Steuerzahler, und damit wir alle wären gefordert", formulierte es Vorsitzender Klose.

Aus München flossen aber bereits über 50 Millionen Euro in die Sanierung des Schlackenbergs zum Schutz des Grundwassers. Weitere 50 Millionen Euro seien insgesamt für den Unterhalt des Berges und die ständigen Pumpvorgänge vorgesehen. Auch im Ostbereich des Maxhüttenareals habe sich der Freistaat in Millionenhöhe beteiligt.

Klar hingegen sei, dass 150 Jahre Industriegeschichte nicht einfach vergessen gemacht werden dürfen. "Daher sollte der Hochofen nach Möglichkeit erhalten werden", merkte 2. Vorsitzender Jonas Riermeier an. Hinsichtlich des restlichen Bereichs sei jedoch der Blick in die Zukunft gefordert: "Reißt die Hütte ab!", so die JU-Position.

Bürgermeister in der Pflicht

"Allerdings gilt es nun nach vorne zu blicken. Der Vergangenheit und der Geschichte wird man mit einem verfallenden Industriedenkmal am wenigsten gerecht", unterstrich CSU-Ortsvorsitzender Patrick Fröhlich. Eine Nachfolgenutzung für Gewerbe und Wohnbebauung, die gleichzeitig das Grundwasser vor Verunreinigung sichere und keine neuen Flächen versiegle, sei für die gesamte Stadt der optimale Weg. Hierzu müsse der Denkmalschutz aufgehoben werden.

"Auf ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters wurde die Entscheidung über die Herausnahme des Areals aus dem Denkmalschutz im Stadtrat erneut vertragt. Bis zur Novembersitzung will das Stadtoberhaupt finanzielle Mittel vom Freistaat präsentieren. Der Bürgermeister ist hier nun in der Pflicht zu handeln und nicht immer nur auf Zeit zu spielen", so Fröhlich.

Nur Parkplätze bleiben

Ein weiteres Ärgernis für die JU stellt die sogenannte "Neue Mitte Rosenberg" dar. "Nach Kauf der Waage wollte der Bürgermeister für über zwei Millionen Euro die Stadtbibliothek ins ehemalige Gasthaus verlegen. Ins alte Rathaus sollte eine Apotheke einziehen und das Ladl für Einkaufsmöglichkeiten sorgen.

Deshalb wurden für Hunderttausende Euro Parkplätze auf dem ehemaligen Videoland-Platz geschaffen. Statt Belebung bekommen wir Parkplätze. Und das Geld, das beispielsweise im Waldbad fehlt, floss in Abstellflächen für Autos", so Stadtrat Florian Bart.

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