Landtagsabgeordnete geben Kulturempfang im Seidel-Saal
SPD fordert faire Gagen

Inge Aures und Reinhold Strobl hatten Kulturschaffende in den Seidel-Saal geladen. Bild: exb
Politik
Sulzbach-Rosenberg
20.04.2017
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit", sagte schon Karl Valentin. 284 000 Beschäftigte erarbeiten in der "Kulturwirtschaft" pro Jahr 13,6 Milliarden Euro - allein in Bayern! Mit diesen Zahlen unterstreichen die SPD-Landtagsabgeordneten Inge Aures und Reinhold Strobl die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur.

(gac) Eine große Zahl von Künstlern, Musikern und anderen Kulturschaffenden war im Seidel-Saal versammelt, um sich mit den Landtagsabgeordneten auszutauschen.

"Politik ist eine Kunst, keine Wissenschaft!", sagte Strobl in seiner Begrüßung. Aures ergänzte, das gelte ganz besonders für die Opposition gegen die absolute Mehrheit der CSU. Da müsse man ständig kreativ sein, um etwas durchzusetzen.

Kultur sei nicht nur das, was in Münchner Theatern und Konzertsälen stattfinde, sondern auch die Blaskapelle, der Gesangverein oder die Volkstheatergruppe auf dem Dorf, erklärte Strobl. Auch für solche Aktivitäten müsse man beispielsweise den Kulturfonds Bayern anzapfen. Daran sei in den letzten Jahren aber ständig eingespart worden.

Ein anderes Thema war die prekäre Situation vieler Künstler. Insbesondere Schauspieler leiden häufig unter unregelmäßiger Beschäftigung, müssen hohe Beitragssätze zur Sozialversicherung leisten, bekommen aber keine Leistungen, weil die Beschäftigungsdauer zu gering ist. Die SPD fordere faire Gagen und eine ausreichende soziale Absicherung für Schauspieler, sagte Aures.

Bürgermeister Michael Göth erklärte in seinem Grußwort, Sulzbach-Rosenberg biete ein reiches kulturelles Leben, für das trotz Haushaltsengpässen erhebliche Mittel zur Verfügung gestellt würden. Das wichtigste Projekt sei die Sicherung des Seidel-Saals und des Archivs der Druckerei J. E. von Seidel. Hier seien die Voruntersuchungen demnächst abgeschlossen, so dass Fördergelder für den Erwerb und Umbau des Anwesens eingeworben werden könnten. Das musikalische Begleitprogramm bestritten mehrere Ensembles der Sing- und Musikschule.
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