12.04.2018 - 15:46 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Protest des Krankenhauspersonals zur Verdi-Tarifrunde Klare Forderungen

Unterm Strich geht es bei den Forderungen der Gewerkschaft Verdi in der Tarifrunde um mehr Geld und die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. In gleicher Richtung setzten am Donnerstag auch die Belegschaft und die Krankenpflegeschule am St.-Anna-Krankenhaus bei einer Protestaktion in der Freizeit vor der Klinik mit rund 90 Beschäftigten ein Zeichen.

Mit Transparenten und Fahnen stellten sich die Beschäftigten des St.-Anna-Krankenhauses am Donnerstag bei einer Protestaktion hinter die Verdi-Forderungen in der aktuellen Tarifrunde. Bild: Royer
von Andreas Royer Kontakt Profil

"Bei den Verhandlungen spielt die Forderung nach einer sozialen Komponente eine große Rolle. Hier sind die Positionen zwischen Arbeitgeber und Verdi weit auseinander", so Klaus Heyert, der bei Verdi Oberpfalz für den Bereich des Gesundheitswesens zuständig ist. Die Krankenhausbeschäftigten fordern 6 Prozent mehr Lohn, mindestens aber eine Erhöhung um 200 Euro. Gleichzeitig macht sich die Gewerkschaft für Anhebung des Nachtarbeitszuschlags in Kliniken auf 20 Prozent stark.

"Es ist kein Wunder, dass es in allen Krankenhäusern freie Stellen gibt. Der abwechslungsreiche Pflegeberuf kollidiert mit den Arbeitsbedingungen. Stress und zu wenig Personal sind die Folgen. Mehr Erholungszeiten für Schicht- und Wechselschichtbeschäftigte wären ein guter Ansatzpunkt", so Personalratsvorsitzender Stefan Christau. DGB-Kreischef Wolfgang Berndt sowie Verdi-Ortsvorsitzender Manfred Weiß zeigten beim Warnstreik ihre Solidarität.

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