15.02.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

SPD-Kreistagsfraktion zu Besuch beim Bayerischen Roten Kreuz Zufrieden mit dem Standort

Die Besuche der SPD beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) haben Tradition. Einmal jährlich informieren sich die Genossen beim Ortstermin über die aktuelle Situation. Zu Besuch am Standort neben dem St.-Anna-Krankenhaus war dieses Mal die Kreistagsfraktion. Die Zufriedenheit mit dem Standort halte an. Man ergänze sich gut mit dem Krankenhaus.

Die SPD-Kreistagsfraktion hörte sich beim Besuch die Sorgen der BRK-Mitarbeiter an. Bild: PHL
von Philipp RöselProfil

Kritisiert wurde von den BRKlern, dass sie immer noch zu viele Notfall-Einsätze hätten, die eigentlich keine seien. Die Rufnummer 112 werde aus Bequemlichkeit zu oft missbraucht. Wer die 112 wähle, könne sich sicher sein, dass auch schnell ein Einsatzwagen komme, erklärten die BRK-Verantwortlichen.

Leider unterschieden viele Leute zu selten zwischen echten Notfällen oder einfachen Einsätzen, die nicht über die Notfallrufnummern abgewickelt werden müssten. Die Idee von Gesundheitszentren stehe hier im Raum. Somit könnte eine zeitnahe Versorgung gewährleistet werden, ohne dass die Notfallkräfte über ihre Pflicht hinaus belastet werden müssten.

Ein Dorn im Auge sei weiterhin der Hubschrauberlandeplatz am Krankenhaus. Denn dieser ist nachts nicht beleuchtbar und kann daher bei Dunkelheit nicht angeflogen werden. Als Notlösung diene derzeit der Platz der Bereitschaftspolizei. Die SPD-Mandatsträger versprachen, das Thema auf die politische Tagesordnung zu bringen: "Bei Menschenrettung sollte man nicht auf Notlösungen setzen", so Winfried Franz.

Weiter war die Parkplatzsituation ein Thema. Der Ausbau des Parkdecks am Krankenhaus sei auf Grund der Photovoltaikanlage auf dem Dach nicht möglich, das Parken entlang der Zubringerstraße zur B 85 auf Dauer auch keine Möglichkeit. Es befänden sich nach wie vor Grundstücke zwischen BRK und Krankenhaus, die als Parkflächen dienen könnten, nicht im Besitz des Landkreises.

Nun denke man darüber nach, eine Fläche aus dem Besitz der Stadt zur Schaffung eines weiteren Parkplatzes anzukaufen. Dies könnte die Problematik deutlich entschärfen.

Ein Dauerthema erreicht auch mittlerweile das BRK - der Fachkräftemangel. Derzeit seien 420 Hauptamtliche und 900 ehrenamtliche Helfer für das BRK tätig. Der Bedarf sei steigend, die Berufsbilder über Rettungssanitäter bis hin zu Sozialarbeitern je nach Einrichtungen breit gestreut. Vor allem der Bereich der Kindertageseinrichtungen solle weiter ausgebaut werden. Hierfür bedürfe es eines qualifizierten Personals.

Finanziell könnte man mehr Ressourcen brauchen, etwa beim Katastrophenschutz. Bezirksrat Richard Gaßner erhielt Auskunft: Derzeit sei Anschaffung von Fahrzeugen und Material für wirksamen Katastrophenschutz durch Förderungen von Land und Bund für das BRK nicht kostendeckend machbar. Unterstützung durch den Kreis wäre wünschenswert, anderswo bereits durchgängige Praxis. Auch dieses Themas will sich die SPD annehmen.

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