SPD lädt zum Wulfen: Arbeitsgemeinschaft Selbstständige geplant
Gespräch zum Thema Wirtschaftspolitik

Die Teilnehmer am wirtschaftspolitischen Gespräch zusammen mit Bundestagskandidat Johannes Foitzik (Fünfter von links), dem SPD-Kreisvorsitzenden Uwe Bergmann (Vierter von links), MdL Reinhold Strobl (Sechster von links) und dem Juso-Kreisvorsitzenden Lukas Stollner (links). Bild: phl
Politik
Sulzbach-Rosenberg
27.08.2017
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Die SPD als Arbeiterpartei, das ist das klassische Bild. Doch der Kreisverband der Sozialdemokraten war jüngst bemüht, zu betonen, dass die SPD auch viele vor allem mittelständische Unternehmer beherbergt. Dies wolle man nun auch öffentlich stärker herausstellen. Denn die selbstständigen Genossen können viel Know-how zum Thema Wirtschaftspolitik beitragen.

Beim Wulfen fand daher ein wirtschaftspolitisches Gespräch statt, zu dem Kreisvorsitzender Uwe Bergmann und MdL Reinhold Strobl geladen hatten. Auch Bundestagskandidat Johannes Foitzik war zu Gast.

Nur aus Überzeugung

Foitzik betonte: "SPD-Mitglied ist man nicht, weil man Arbeitnehmer oder -geber ist, sondern aus Überzeugung". Und das spiegelte sich auch in der Veranstaltung wider. Freiberufler, Selbstständige und Unternehmer aus unterschiedlichsten Bereichen folgten der Einladung.

Foitzik betonte in Kauerhof auch die Vielfältigkeit des Arbeitgebertums. Jeder, der Mitarbeiter beschäftige, gehöre ja dazu.

Einen klaren Unterschied hingegen gäbe es zu vielen Topmanagern in großen Unternehmen. Diese seien normalerweise Arbeitnehmer. Wenn diese Manager Fehler machten, würden sie am Ende dafür kaum haften. Das unternehmerische Risiko trage letztlich der Unternehmer und nicht diese Manager im Angestelltenverhältnis.

Kritik übte Foitzik, was das Thema Scheinselbstständigkeit anbelangt. Vor allem im Hinblick auf die oft kritisierten Werkverträge, in denen scheinbar Selbstständige nur für ein Unternehmen Aufträge entgegen nehmen, bestehe Handlungsbedarf.

Insgesamt wünscht sich Foitzik, dass die SPD mehr auf die Selbstständigen und Unternehmer zugehe und auch, dass sie sich deren Themen mehr annehme.

Uwe Bergmann betonte, dass der Kreisvorstand der SPD dies bereits umsetze. Vor jeder Vorstandssitzung bemühe man sich, Ortstermine bei ortsansässigen Unternehmen zu vereinbaren. Dies funktioniere bisher sehr gut, die gewonnenen Eindrücke seien äußerst wertvoll für die politische Arbeit.

AG wird gegründet

Und man wolle im SPD-Kreisverband nun noch weiter gehen: Geplant sei die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen (AGS). Ein Termin für die Gründungsversammlung wird noch bekannt gegeben.
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