25.08.2017 - 17:30 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Standsicherheits-Gutachten für den Hochofen ist da Plaza: Es kann weitergehen

Das Gutachten zur Standsicherheit ist fertig, die Hochofen-Plaza wieder freigegeben. Im Ringen um sinnvolle Nachfolgenutzung des Maxhütten-Geländes wird nun eine weitere Runde eingeläutet. Der Eigentümer hat seine Hausaufgaben gemacht, jetzt könnten die Verhandlungen um ein Nutzungskonzept für das Areal weitergehen. Der Objekt-Manager hat bereits angeboten, den Stadtrat zu informieren.

Auch sie nutzen die Fotokulisse der alten Maxhütte für eindrucksvolle Aufnahmen: Walter Röhrl und Reiner Donhauser (von links) zeigten Objekt-Manager Bernhard Dobler die restaurierten Sportwagen vor dem Hochofen. Bilder: Gebhardt (2)
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Es gab heuer leider keine Event-Höhepunkte auf dem Gelände vor dem alten Hochofen, das bedauerten viele potenzielle Gäste. Der Grund dafür lag darin, dass das Standsicherheits-Gutachten für den Hochofen, das zur Nutzung der Plaza vorgeschrieben ist, abgelaufen war. Aus Sicherheitsgründen hatten deswegen jegliche Veranstaltungen zu unterbleiben.

"Die Suche war nicht einfach", beschreibt Bernhard Dobler, Objekt-Manager der MHVV (Maxhütte Verwertungs- und Verwaltungsgesellschaft) von der Max-Aicher-Gruppe im SRZ-Gespräch das monatelange Bemühen um ein geeignetes Ingenieurbüro. Unterstützung von der Stadt habe man zwar hier nicht bekommen, trotzdem sei es gelungen, mit dem Büro ZPP aus Bochum zwecks Neuuntersuchung handelseins zu werden. Mehrere tausend Euro investierte der Eigentümer in dieses Papier, das nun jedes Jahr nach erneuter Prüfung verlängert werden kann.

Immer Draufzahlgeschäft

"Das sind alles Kosten, die der Eigentümer alleine trägt", stellt Dobler klar. Nutzen habe die MHVV keinen von der Investition, im Gegenteil: "Rechnen wir die eigenen Aufwendungen zur Vor- und Nachbereitung von solchen Großereignissen wie etwa dem Weihnachtsmarkt gegen die Gebühren auf, zahlen wir immer drauf."

Aber es gehe schließlich darum, die Stadt mit Leben zu erfüllen. Dabei wolle man helfen, brauche jetzt dazu aber auch Unterstützung von der Stadt.

Wie geht es nun weiter? "Ich habe schon vor einiger Zeit angeboten, den Stadtrat als Entscheidungsträger über die Entwicklungen und den aktuellen Stand, auch auf dem gesamten MH-Gelände, zu informieren", berichtet der Objekt-Manager. Dringend nötig wäre es, jetzt die Gespräche fortzusetzen über ein Nutzungskonzept. Darin sollten auch die Beschaffenheit und die Rolle einer künftigen Betreibergesellschaft definiert werden. "Aus unserer Sicht wären wir seit längerer Zeit bereit, jetzt liegt es an der Stadt, dass etwas vorwärts geht!"

Um welche Geländeteile geht es denn überhaupt? Dobler nennt das Areal zwischen Hochofen, Gießhalle und Cowper bis zum Stahlwerk als Ziel der Aktivitäten. Da gab es doch auch schon früher konkrete Überlegungen? Richtig, meint Bernhard Dobler: Hochseilgarten, Kletterwände, Seilrutsche, Veranstaltungshalle, Dokumentationszentrum zur 150-jährigen Maxhütten-Geschichte - all das liege fertig geplant in den Schubladen des Eigentümers und könnte in die Konzeptionierung einfließen.

Eines zumindest kann der Manager schon mal zusichern: "Wir werden alles dafür tun, dass es wieder einen Weihnachtsmarkt geben wird, vermutlich am 3. Adventssonntag." Und wer ansonsten Veranstaltungen plant auf der Plaza, könne sich gerne unter der Nummer 09661/60-700 an ihn wenden, bietet Dobler an.

Walter Röhrl zu Gast

Einer, der die Plaza inzwischen auch kennt, ist Walter Röhrl, Rallye-Weltmeister aus Regensburg: Er kam als Porsche-Repräsentant zu einem Fototermin aufs MH-Gelände. Der Kfz-Karosseriespezialist Reiner Donhauser aus Dietersberg hatte einen seltenen, alten Porsche für einen Sammler restauriert, und Röhrl begutachtete das Ergebnis der Arbeit vor der geschichtsträchtigen Kulisse - im Hintergrund thronte der Hochofen.

Ich habe schon vor einiger Zeit angeboten, den Stadtrat als Entscheidungsträger über die Entwicklungen und den aktuellen Stand, auch auf dem gesamten MH-Gelände, zu informieren.MHVV-Objekt-Manager Bernhard Dobler
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