15.01.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Stimmen zum Ausgang der Bürgermeisterwahl CSU lobt Göths Wahlkampf

Die Schlacht ist geschlagen, jetzt wird aufgeräumt. Vor allem bei der CSU wird in den nächsten Wochen sicher die Aufarbeitung der deutlichen Schlappe bei der Bürgermeisterwahl Vorrang haben. Einen kurzen Blick auf die aktuelle politische Situation geben einige Beteiligte der SRZ.

Konzentrierte Arbeit brachte schnell ein klares Ergebnis: Hier wird ein Briefwahlbezirk im Rathaus ausgezählt - Start um Punkt 18 Uhr. Bild: Gebhardt
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Mit dem überwältigenden Gefühl einer deutlich gewonnen Wahl ging für Bürgermeister Michael Göth der erste Werktag nach der Entscheidung am Sonntag über die Bühne. "Heute habe ich mal ausnahmsweise etwas später angefangen, mit dem Jour fix der Referatsleiter stand dann aber auch gleich schon wieder der erste offizielle Termin im Kalender. Besonders gefreut haben mich natürlich die zahlreichen Glückwünsche der Bürger, in der Verwaltung, von Vertretern des Städtetags und auch von der SPD aus der Region und aus München, die Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher und Landeschefin Natascha Kohnen übermittelten." Bei der Vielzahl der Glückwünsche, die persönlich, aber auch per SMS oder E-Mail bei ihm eintrafen, war es für den Rathauschef in der kurzen Zeit aber noch nicht möglich, allen zu danken - das wird aber nachgeholt. "Mit diesem Schwung werde ich am Dienstag auch nach Eschweiler aufbrechen, um die Städtepartnerschaft weiter auf den Weg zu bringen. Es macht mir wirklich größte Freude, als Amtsinhaber für unsere schöne Stadt Sulzbach-Rosenberg weiterarbeiten zu dürfen", zeigte sich Göth am Montag bestens gelaunt.

"Es war ein verdienter Sieg von Michael Göth, demokratisch klar errungen. Ich habe ihm auch schon persönlich gratuliert, ebenso dem Ortsvereinsvorsitzenden Joachim Bender für dessen guten Wahlkampf", erklärt CSU-Ortsverbandsvorsitzender Patrick Fröhlich . Er stellt aber auch fest, dass die Niederlage keineswegs am Kandidaten gelegen hätte. "Ich danke Günter Koller, der die CSU einmal mehr hervorragend vertreten hat." Man werde jetzt in aller Ruhe das Ergebnis analysieren und Lehren für die Zukunft daraus ziehen, um es künftig besser zu machen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Achim Bender zeigte sich erfreut. "Es hat sich eindeutig bewahrheitet, dass man auch im Wahlkampf mit Ehrlichkeit am weitesten kommt. Für uns standen Zahlen, Daten und Fakten im Vordergrund, wo der politische Gegner auf unlautere Angriffe, Diffamierungen und Unwahrheiten setzte", erklärte er. "Diese Art von Wahlkampf wollen die Bürger nicht, was durch das eindrucksvolle Ergebnis für Michael Göth klar bewiesen und uns bei unseren Versammlungen von vielen Menschen auch so bestätigt wurde. Genauso sollte man bedenken, dass Menschen Wahlen gewinnen, nicht Plakate", so Bender in seiner Analyse, der wegen teils verletzenden und beleidigenden Äußerungen gegen Göth nicht einfach zur Tagesordnung übergehen will. Beim Blick auf die Ergebnisse Göths in den einzelnen Stimmbezirken freute sich der SPD-Ortsvereinsvorsitzende auch für seine Partei, deren Kandidat in allen Wahllokalen zulegen konnte. "Da waren teilweise Steigerungen um 20 Prozent dabei."

CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Morgenschweis zeigte sich von dem Ergebnis in dieser Deutlichkeit überrascht. Allerdings gab er zu bedenken, dass rund 7500 Wahlberechtigte ihr Stimmrecht nicht ausgeübt hatten. "Das enttäuscht mich schon." Koller habe wacker gekämpft, mit Feuer und Elan seine Botschaft vermittelt, einiges besser zu machen für die Stadt. "Das war keine Alibikandidatur, er hat es richtig ernst genommen, das war deutlich zu spüren. Deswegen bedaure ich das Ergebnis so", erklärte Morgenschweis. Er erneuerte sein Angebot vom Wahlabend an den Bürgermeister für eine konstruktive Zusammenarbeit.

Bündnisgrüne

Auch im Lager der Fraktion der Bündnisgrünen herrscht Freude über den Wahlsieg von Michael Göth. "Wir haben uns in einer Empfehlung für den Amtsinhaber ausgesprochen, da wir der Überzeugung sind, dass in einer weiterhin vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem bisherigen Bürgermeister auch die grünen Ziele besser umgesetzt werden können", erklärte Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Herbst .

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