Straßenbau-Themen im Stadtrat
Wenig Chancen für Querung

Politik
Sulzbach-Rosenberg
28.06.2017
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Die Themen waren zwar nicht mehr brandaktuell, das Interesse daran aber unvermindert groß. Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt informierte im Stadtrat über geplante Projekte im Straßenbau. Dauerbrenner dabei wieder die Querungshilfe am Bierhalsberg.

Die Umsetzung einer derartigen Maßnahme, die erheblich zur Verkehrssicherheit der Fußgänger beitragen könnte, erweist sich weiterhin als sehr schwierig. In erster Linie würden diesem Unterfangen nach Angaben von Stefan Noll Sicht- und Geschwindigkeitsprobleme entgegenstehen.

Zudem warf der Fachmann bei der Präsentation am Dienstag im Rathaus die Frage auf, ob der Durchgang im Zaun auf der Seite des Liliencenters vom Grundsatz her auch so erlaubt sei, was das willkürliche Wechseln der Straßenseite an dieser Stelle etwa in Höhe des früheren Forstamtes erst so möglich machen würde.

Auf Nachfrage der Stadtverwaltung hatte das Staatliche Bauamt Ende Mai nochmals zu verschiedenen Varianten (SRZ berichtete) von Querungshilfen am "Bierhalsberg" auf der B 14 eine Bewertung abgegeben. Die bereits 2014/15 von Planern untersuchten Möglichkeiten 1 (etwa Höhe ehemaliges Forstamt) und 2 (nach der Einmündung Obere Gartenstraße) einer Querungshilfe weisen nach Erklärung der Experten gravierende Defizite bei den Sichtverhältnissen auf, so dass diese ausscheiden würden. "Die Variante 3, die ungefähr in Höhe der Einfahrt zur St.-Anna-Apotheke liegt, könnte zwar die Sichtverhältnisse gewährleisten, befindet sich aber weit abseits und wird so als wenig sinnhaft erachtet", merkt Noll auf SRZ-Nachfrage an.

Vierte Ampelanlage

Die in der Diskussion von Dr. Stefan Morgenschweis (CSU) angesprochene Verampelung der Einmündung der Oberen Gartenstraße für einen Fußgängerüberweg hätte nach Ansicht des Bauoberrats zur Folge, dass in kurzen Abständen (Meister-Kreuzung, Querung unterhalb Liliencenter, Storg-Kreuzung) noch eine vierte Ampelanlage auf der B 14 installiert werden müsste.

Wie der Vertreter des Staatlichen Bauamtes weiter bei der Sitzung anführte, reicht bei der sicherheitstechnisch akzeptablen Variante 3 die Fahrbahnbreite für eine Querungshilfe über die B 14 nicht aus. Als Folge müssten die Fahrbahn aufgeweitet und die Gehwege nach außen verlegt werden. Auch eine Stützwand am Liliencenter könnte voraussichtlich so nicht verbleiben. "Insoweit stellt sich die Variante 3 als deutlich aufwendiger und kostenintensiver dar", machte der Leiter der für den Landkreis zuständigen Abteilung S1 deutlich.

Ungenehmigter Zugang?

Unabhängig davon regte die Behörde an, dass die in der Umzäunung des Liliencenter-Parkplatzes bestehende Lücke - bei der es sich um einen ungenehmigten Zugang handeln könnte - geschlossen wird, um unnötiges Wechseln der Straßenseiten auf der B 14 an dieser unübersichtlichen Stelle zu vermeiden.

Nachfragen, wie etwa von Karl-Heinz Herbst (Grüne), hatten eine mögliche Reduzierung der Geschwindigkeit von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde zum Inhalt, was eventuell eine Realisierung erlauben würde. Dies kann nach Nolls Angaben aber nur die Straßenverkehrsbehörde beantworten. Einem Zebrastreifen erteilte er eine klare Absage, da damit dort nur vermeintlich Sicherheit vermittelt werde.
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