14.01.2018 - 18:34 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Sulzbach-Rosenberg hat gewählt Michael Göth bleibt Bürgermeister

Die Bürgermeisterwahl in Sulzbach-Rosenberg ist entschieden: Amtsinhaber Michael Göth (50) von der SPD bleibt für weitere sechs Jahre Chef im Rathaus. Göth gewann das Duell deutlich mit 62,34 Prozent der Stimmen. Günter Koller (59) von der CSU hatte mit 37,66 Prozent das Nachsehen - zum zweiten Mal nach 2012.

von Uli Piehler Kontakt Profil

Nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr hatten sich mehr als 100 Bürger im Rathaussaal eingefunden, um die Bekanntgabe des Ergebnisses zu verfolgen. Das Eintreffen der Zahlen aus den 25 Stimmbezirken übertrug die Stadtverwaltung live auf Großbildleinwand.

Geringe Wahlbeteiligung

Nach sieben Minuten lag das erste Teilergebnis vor: Ein Briefwahlbezirk, der klar an Göth ging. Dieser Trend setzte sich dann fort. Es folgte das Ergebnis aus Siebeneichen. 53,33 Prozent stimmten hier für den Amtsinhaber, 2012 waren es in dem Dorf nur 40 Prozent gewesen. 15 624 Sulzbach-Rosenberger waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahlbeteiligung ließ aber zu wünschen übrig. Sie lag bei nur 53,92 Prozent. Bereits um 18.33 Uhr stand das Ergebnis fest.

Bereits 2012 in der Stichwahl

Der Wahlkampf hatte zuletzt - trotz der Weihnachtszeit - an Fahrt aufgenommen. Im Dezember hatten sich die beiden Kandidaten im Capitol vor rund 200 Zuhörern einem Rededuell gestellt. Bereits vor sechs Jahren waren Göth und Koller gegeneinander angetreten. Damals musste die Entscheidung in einer Stichwahl fallen. Göth lag im Januar 2012 mit 263 Stimmen vorn (Ergebnis: 51,32 Prozent). Damals gingen noch 57,25 Prozent zur Wahl.

Für Göth gab es stürmischen Applaus im Rathaus. Die Anspannung der vergangenen Tage fiel sichtlich von ihm ab. Natürlich gratulierten seine Parteifreunde: Bezirksrat Richard Gaßner war gekommen, stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann, Ex-Landrat Armin Nentwig und Landtagskandidat Uwe Bergmann. Es gratulierte aber auch der politische Gegner - zuerst Günter Koller, dann auch der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Stefan Morgenschweis. Morgenschweis bot Göth umgehend an, die Gräben zuzuschütten, die der Wahlkampf möglicherweise aufgerissen hat.

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