15.12.2017 - 20:10 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Zankapfel Hochofen-Plaza der Maxhütte Einmal Stadt, einmal Freistaat

Oberpfalz-Medien und die SRZ begleiteten die Podiumsdiskussion mit Michael Göth (rechts) und Günter Koller multimedial. Bild: Petra Hartl
von Andreas Royer Kontakt Profil

Bürgermeisterwahl

Einmal Stadt, einmal Freistaat

Sulzbach-Rosenberg. (oy) Unterschiedliche Ansätze zur künftigen Entwicklung des Maxhüttengeländes und zum Erhalt der Hochofen-Plaza führten Amtsinhaber Michael Göth (SPD) und Herausforderer Günter Koller (CSU) bei der Podiumsdiskussion im Capitol ins Feld.

Vor dem Hintergrund, dass die Firmenansiedlung im Ost-Bereich noch wegen zu hoher Preisvorstellungen des Eigentümers stockt und sich bei der Plaza nichts tut, trat Koller für weitere Verhandlungen mit Max Aicher ein, um andere Preise zu erzielen. Beim West-Teil warf er dem Rathauschef Untätigkeit bei Rückbauanträgen vor: "Das hätte der Bürgermeister meinem Wissen nach auch selbst entscheiden können." Für ihn sei der Erhalt der Hochofen-Plaza unabdingbar, lediglich die Gründung einer Arbeitsgruppe städtischerseits sei ihm zu wenig. "Es ist Aufgabe der Stadt, eine Betreibergesellschaft unter ihrer Federführung zu gründen."

Bürgermeister Michael Göth wies alle Vorwürfe zurück und sah in diesem Ansinnen keine Option. "Die Arbeitsgruppe ist sich einig, dass nicht die Stadt die Federführung übernimmt. Hier hat der Freistaat Bayern seine Verpflichtung, federführend in eine Betreibergesellschaft einzusteigen." Es gebe nach Ansicht Göths nicht nur Schlösser und Burgen, die Bayern jährlich mit Millionenbeträgen unterstützt, sondern es gebe auch eine Industrie-Historie, für die man Verantwortung übernehmen müsse. "Denn ich glaube, dass durch die Maxhütte die Grundlagen geschaffen wurden, dass Bayern diesen wirtschaftlichen Erfolg hat."

2. Bürgermeister Günter Koller forderte seinen Kontrahenten auf, selbst etwas in die Hand zu nehmen, außerdem wären vom Freistaat seit 1982 in die Herzogstadt rund 500 Millionen Euro geflossen. Göth ließ auch dieses Argument nicht gelten, indem er auf Pflichtaufwendungen des Landes Bayern für die Kommunen verwies. Die Stadt könne sich das finanziell sicher nicht leisten.

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/Bürgermeisterwahl-Sulzbach-Rosenberg

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