Cross-Kart- und Auto-Slalom des ASC Sulzbach-Rosenberg
Wohldosierter Gasfuß gefragt

Einen Schönheitspreis gewinnt Michael Hummel (MSC Schmidmühlen) mit seinem VW-Eigenbau eher nicht, aber beim 32. ASC Auto-Cross-Slalom fuhr er damit in 57.36 Sekunden die Tagesbestzeit. Bilder: gf (4)
Sport
Sulzbach-Rosenberg
17.07.2017
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Dem Schnellsten in der Cross-Kart-Gruppe, Simon Härtl (links), gratulierte der Freudenberger Bürgermeister Alwin Märkl.

Der Auto- und Cross-Kart-Slalom des ASC Sulzbach-Rosenberg war am Sonntag eine ausgesprochen staubige Angelegenheit. Aber die Teilnehmer sahen es positiv: Besser so als vor lauter Schlamm gar nicht vorwärts kommen.

Sulzbach-Rosenberg/Aschach. Bei den Cross-Karts schaffte Simon Härtl vom ASC mit 40.87 Sekunden die Bestzeit auf dem Stoppelfeld bei Aschach, Gemeinde Freudenberg. In den Gruppen Serientourenwagen, verbesserte Tourenwagen und Eigenbaumodelle hatte Michael Hummel, MSC Schmidmühlen, zwar nicht das schönste, dafür mit nur 57.38 Sekunden das schnellste Auto.

Als bezahlbaren Motorsport für jedermann "verkauft" der Neue Deutsche Automobil- und Verkehrs-Club (NAVC) seine Motorsportveranstaltungen. Dazu zählte auch der Auto- und Cross-Kart-Slalom des Automobil-Sportclubs (ASC) Sulzbach-Rosenberg, der für die bayerische NAVC-Slalom-Meisterschaft gewertet wurde. 26 Cross-Junioren waren am Start, 18 davon fuhren für den Veranstalter. In der Seriengruppe waren 28 Teilnehmer gemeldet, in der Gruppe verbesserte Tourenwagen 27. Mit zehn - teilweise futuristisch anmutenden - Spezialfahrzeugen war die Gruppe Eigenbau besetzt.

Für die Cross-Kart-Klassen war auf dem Stoppelfeld ein gut 400 Meter langer Parcours mit Pylonen und Reifen abgesteckt, der in bestmöglicher Zeit zu durchfahren war, ohne dabei Pylone auszulassen oder umzuwerfen. Fehler wurden mit Zeitstrafpunkten belegt. Gut 1000 Meter hatten die Fahrer der Serientourenwagen, verbesserten Tourenwagen und der Eigenbaumodelle zu bewältigen. Kein leichtes Unterfangen, denn auf längeren Geraden war Tempo angesagt, in den engen Kurven und Spitzkehren dagegen Fingerspitzengefühl oder, besser gesagt, ein wohldosierter Gasfuß. In drei Altersklassen wurden die Cross-Kids gewertet, in Hubraumklassen waren Serien- und verbesserte Tourenwagen unterteilt. Jeder Teilnehmer konnte sich mit einem ungezeiteten Trainingslauf auf den Parcours einstellen, und von den zwei Wertungsläufen entschied nur der Bessere über die Platzierung.

In der Klasse 3 legte Bertram Lukesch (ASC) gleich 1:00.12 Minuten vor, die schon zum Klassen- und sogar Gruppensieg gereicht hätten. Er steigerte sie aber im zweiten Wertungslauf noch auf 0:59.92 Minuten. Selbst die verbesserten Tourenwagen kamen nicht an die Spitzenzeit von Lukesch heran.

Zur Sache ging es dann bei den Eigenbaumodellen, die massig Staub aufwirbelten. Skurrile Vehikel bringen die Fahrer des MSC Schmidmühlen schon seit Jahren an den Start, wanderte der Pokal für die Tagesbestzeit in eine Vitrine im unteren Vilstal. Originell war der weit über 300 PS starke Eigenbau-Audi, mit dem ASC-Fahrer Albert Greß durch den Stoppelacker pflügte. Aber eine Sekunde langsamer als die Hummel-Brüder aus Schmidmühlen bedeutete eben nur den dritten Platz.

Insgesamt verlief der ASC-Auto-und Cross-Kart-Slalom ohne Zwischenfälle oder umgestürzte Fahrzeuge, so dass die First Responder der Freudenberger Feuerwehr einen ruhigen Sonntag verbrachten. Bürgermeister Alwin Märkl, der das Spektakel am Vormittag besuchte, scherzte, dass er der richtige Schirmherr sei: "Ich hab' nur den Sonnen- und keinen Regenschirm dabei."

ErgebnisseCross-Kart

Zeiten in Sekunden: Klasse 17. 1. Florian Brandl, ASC, 43.34; 2. Luca Füssel, ASC, 46.83; 3. Matthias Rösl, ASC, 47.59.

Klasse 18a. 1. Simon Härtl, ASC, 40.87; 2. Johannes Englhard, ASC, 41.77; 3. Hanna Renner, ASC, 41.84.

Klasse 19a. 1. Sebastian Poppel, RHT Rohrenstadt, 41.89; 2. Markus Janner, ASC, 42.38; 3. Sabine Werner, ASC, 42.68.

Auto-Cross

Zeiten in Minuten: Klasse 3: 1. Bertram Lukesch, ASC, VW Polo, 0:59.92; 2. Fabian Meyer, ASC, VW Polo, 1:02.59; 3. Stefan Brandl, MSF Berg, VW Polo, 1:04.19.

Klasse 4: 1. Lukas Renner, ASC, Toyota Corolla, 1:02.61; 2. Josef Mederer, RHT Rohrenstadt, Peugeot GTi, 1:03.82; 3. Hubert Mederer, RHT Rohrenstadt, Peugeot GTi 1:04.13.

Klasse 5: 1. Stephan Yberle, NMF Neumarkt, VW Golf GTi, 1:01.55; 2. Werner Söhnlein, ASC, BMW 318i, 1:01.57; 3. Christoph Breinl, RC Trautmannshofen, Renault R 19, 1:01.63.

Klasse 6: 1. Anton Kopf, Aschach, Audi Quattro, 1:04.75; 2. Albert Greß, ASC, Audi 80, 1:05.19; 3. Jürgen Batek, ASC, Audi 80, 1:06.14.

Klasse 8: 1. Christoph Breinl, RC Trautmannshofen, VW Polo, 1:02.04; 2. Walter Zuckermeier, AC Gunzenhausen, VW Polo,1:05.58; 3. Hans-Josef Zuckermeier, AC Gunzenhausen, VW Polo, 1:11.19.

Klasse 9: 1. Bertram Lukeck, ASC, VW Polo, 1:00.16; 2. Liane Reger, ASC, VW Polo, 1:04.28; 3. Bastian Zahn, ASC, VW Polo, 1:04.05.

Klasse 10: 1. Lukas Renner, ASC, Toyota Corolla, 1:03.09; 2. Hans-Josef Zuckermeier, AC Gunzenhausen, Peugeot 205 GTI, 1:03.64; 3. Liane Reger, ASC VW Polo GTI, 1:04.05.

Klasse 11: 1. Werner Söhnlein, ASC, BMW 381i, 1:00.63; 2. Stephan Yberle, NMF Neumarkt, Opel Kadett, 1:02.46; 3. Fabian Meyer, ASC, Audi Quattro, 1:02.83.

Klasse 13 (Eigenbaufahrzeuge): 1. Michael Hummel, MSC Schmidmühlen, 0:57.38: 2. Sebastian Hummel, MSC Schmidmühlen, 0:57.60; 3. Albert Greß, ASC, 0.58.69.

Die Damenwertung gewann Liane Reger (ASC) vor Lisa Mederer (RHT Rohrenstadt) und Marina Faltenbacher (ASC). In der Mannschaftswertung wurde der ASC Sulzbach-Rosenberg Zweiter, der MSC Schmidmühlen Vorletzter. (gfr)
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