Mofacross der Nationen in Neukirchen
Racer, Ränge und Rekorde

122 Runden schaffte Stefan Groß von den Schlammschluckern, bis ihn Bürgermeister Winfried Franz mit der Zielflagge abwinken konnte.
Sport
Sulzbach-Rosenberg
21.08.2017
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Daniel Kempf (Bild/Startnummer 18) und John Engelhard von Robeis-Racing siegten in Neukirchen vor vielen Zuschauern in der Seriengruppe. Bilder: gf (2)

Das "Mofa-Cross der Nationen" gilt als Amateurmotorsportserie. Es wird in drei Rennen ausgefahren, und das Saisonfinale ging am Samstag auf dem einen Kilometer langen Cross-Parcours bei Neukirchen über die Bühne. Es siegten dabei in der Tuning-Abteilung die "Schlammschlucker", in der Serien-Gruppe as Team "Pfiffer-Racing.

Sulzbach-Rosenberg/Neukirchen. Das dritte Jahr in Serie wird das Mofa-Cross in Neukirchen zum "Mofa-Cross der Nationen" gewertet, einem finanziell auch erschwinglichen Amateurmotorsportwettbewerb. Die Regeln sind verständlich, gefahren wird in der Gruppe "Serie" mit Mofas, die der Serienfertigung entsprechen müssen. In der Tuning-Gruppe ist nahezu alles erlaubt, was das Mofa schneller macht. Heuer wurden die Mofa-Rennen in Cadolzburg und Bramberg zum "Mofa-Cross der Nationen" gewertet, Speinshart fiel aus, so dass das Mofa-Cross in Neukirchen als Saisonfinale galt.

Verantwortlich waren John Engelhard, ein Gastwirt aus Neukirchen, und die "Wülden Hund" aus Sulzbach-Rosenberg, die ein unwegsames Gelände zwischen Neukirchen und Schönlind in einen gut 1000 Meter langen Moto-Cross-Parcours verwandelten. Er brachte die Mofafahrer ins Schwitzen und das Material an seine Grenzen.

Neukirchens Bürgermeister Winfried Franz und Michael Göth, Bürgermeister von Sulzbach-Rosenberg, lobten vor dem Start zum Drei-Stunden-Rennen die Organisatoren und hofften mit "Glück Auf" auf einen unfallfreien Wettbewerb. Mit viel Fantasie hatten die Teams ihre Namen gewählt, so dass auch Mannschaften wie "Machdichplatt", "Pfiffer-Racing", "die Letzten" oder "3 mit Kraut" am Start waren, in der Tuning-Gruppe die "Schlammschlucker", "Mafia Racing", "Alte Säcke", "Wülde Hund" oder das Team "Für den Arsch-Senior".

Mit einem LeMans-Start wurde die Seriengruppe auf die drei Stunden geschickt, für die Tuning-Gruppe löste Bürgermeister Winfried Franz die Startschranke aus. Nur wenige Runden im mit schnellen Geraden, engen Kurven und Sprunghügeln gespickten Parcours waren notwendig, da hatten die Fahrer mit getunten Mofas ihre Serienfahrer schon eingeholt und meist hinter sich gelassen.

Wie vor einem Jahr setzte sich Stefan Groß, Team Schlammschlucker, an die Spitze des Fahrerfeldes, musste nur einmal kurz nachtanken und hatte nach drei Stunden 122 Runden im Moto-Cross-Parcours "heruntergespult" sowie mit 1:18.627 Minuten auch den Rundenrekord aufgestellt. Eine Runde weniger hatte das Team "Zündapps letzte Rache" beim Motorsportspektakel auf dem Konto, auf 117 Runden kam Team Brunner aus Bisingen, und mit 114 Runden wurden die "Wülden Hund" (Sebastian Kagermeier und Matthias Pöllinger) aus Sulzbach-Rosenberg Vierte. In der Serien-Gruppe ging es für John Engelhard und Daniel Kempf beim "Heimspiel" ums Prinzip, aber hauchdünn war der Vorsprung, den sie ins Ziel retten konnten, denn nur 24 Sekunden langsamer waren die Zweitplatzierten, das Sachs-Racing-Team aus Ebern. (Zum Thema)

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Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/

TechnikGenauso tapfer wie die Mofa-Crosser hielt Bürgermeister Winfried Franz durch, satte drei Stunden, da drückte ihm John Engelhard die schwarz-weiß karierte Zielflagge in die Hand, um den Sieger des Drei-Stunden-Mofa-Rennens, Stefan Groß, "abzuwinken". Jedem Mofa war ein Transponder zugeordnet, der beim Überfahren der Induktionsschleife im Zielbereich dem Zeitnahme-Team des ADAC Südbayern signalisierte, wie viele Runden das Mofa unterwegs war. (gfr)

Ergebnisse zum Mofarennen

Mofarennen Neukirchen

Serie: 1. Robeis Racing, Neukirchen, 110 Runden; 2. Sachs Racing, Ebern, 110 Runden plus 24 Sekunden; 3. SK Motorsport, Neukirchen, 107 Runden. Tuning-Gruppe: 1. Schlammschlucker, Trabnitz, 122 Runden; 2. Zündapps letzte Rache, Paderborn, 121 Runden; 3. Team Brunner, Bisingen, 117 Runden. Vierte wurden Wülde Hund aus Sulzbach-Rosenberg, die auch in der Endabrechnung des Mofacross der Nationen den 4. Rang belegten. Den Ehrenpreis für die weiteste Anfahrt bekam Zündapps letzte Rache, Paderborn. Die einzige junge Dame im Fahrerfeld war Chrissy aus Etzelwang, die im Team 3 mit Kraut die restlichen Fahrer bis ins Ziel vor sich hertrieb.

Mofacross der Nationen

Serie: 1. Pfiffer Racing, Bischwind; 2. Sachs-Racing, Ebern; 3. SK Mofasport, Neukirchen; Tuning-Gruppe: 1. Schlammschlucker, Trabnitz; 2. Zündapps letzte Rache, Paderborn; 3. Mafia Racing, Seitenthal.

Shoot-Out und Afterrace-Party

Sulzbach-Rosenberg. (gfr) Dem Kinderspiel "Reise nach Jerusalem" nachempfunden sind die Shoot-Out-Rennen, bei denen nach einer Runde immer der letzte ausscheidet, bis in der Serie nur noch Sachs-Racing und in der Tuning-Gruppe die Favoriten "Schlammschlucker" übrig blieben. Bei der Afterrace-Party wurde eine für das Rennen wichtige Regel für Fahrer außer Kraft gesetzt, denn dort heißt es, dass alle Fahrer nüchtern sein müssen, um mitfahren zu dürfen.
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