40. Starkbierfest der Kolpingsfamilie Rosenberg
Bock will nicht gleich raus

Finale zwischen Matthias Mutzbauer (hinten) und Ulrich Wittkop. Thomas Gebhardt führte Regie.
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
04.03.2018
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Viele Freunde der gehaltvollen Biere strömten am Samstag zum Bockbierfest ins Kettelerhaus.

Eine "Frühjahrskur" wie man sie sich besser nicht vorstellen kann: Die Rosenberger Kolpingfamilie legt sich wieder mächtig ins Zeug, um dem Publikum zum 40. Bockbierfest im Kettelerhaussaal die Fastenzeit etwas erträglicher zu gestalten. Nur das erste Fass Bockbier sträubt sich ganz zu Beginn.

Eigentlich schon Routine für Bürgermeister Michael Göth - und mit drei kräftigen Schlägen offensichtlich gut gemeistert, gab das erste Fass Bockbier trotzdem keinen Tropfen von sich. Der von Fuchsbeck-Bräu Armin Ertel traditionell gestiftete 30-Liter-Banzen floss auch bei geöffneter "Reim" nicht heraus. Wie sich schließlich zeigte, hatte die innere Abdeckung des Spundloches einen Treffer und hielt so länger dicht als erwartet. Mit Werkzeugen wurde dann schnell Abhilfe geschaffen, damit das Starkbier ungehindert sprudeln konnte.

Kolping-Vorsitzender Thomas "Jimmy" Gebhardt freute sich über den stattlichen Zuspruch des Publikums, unter das sich auch die lokale Politprominenz mit Abordnungen mischte. Wie immer glänzte das ehrenamtlich engagierte Team der Kolpingsfamilie am "Rosenberger Nockherberg" mit einem Schmankerl-Büfett für die unverzichtbare Unterlage. Die dazu passende Beilage servierte die Brauerei Fuchsbeck mit ihren Starkbieren. Bräu Armin Ertel lieferte mit dem "normalen Bock" und dem Primus-Weizenbock zwei besondere Spezialitäten an. Mit den "inneren Werten" 7,0 Prozent für den "Normalo" und 7,5 Prozent Alkohol beim obergärigen Pendant war bei den Fans beste Stimmung garantiert.

Einen kräftigen Beitrag dazu leistete als Höhepunkt die Fastenpredigt von Bruder Barnabas alias Thomas Gebhardt. Ob die spitzigen Bemerkungen und guten Ratschläge (Barnabas-Zitate) von den Angesprochenen verinnerlicht werden, blieb zunächst im Unklaren - dem Publikum gefiel's jedenfalls. Viel Beifall gab's für den Paulaner-Mönch, der zum Ende seiner Ansprache ankündigte, als Prediger den Ruhestand anzutreten. Innere Einkehr wird er aber weiterhin noch vielerorts halten.

Um die Hakler-Krone

Fester Bestandteil ist von Anbeginn der Rosenberger Starkbierfest-Reihe auch das Fingerhakeln. Dazu erklärten sich sechs wackere Männer bereit, um in einem weiteren Vorkampf zur 9. Stadtmeisterschaft Lorbeeren zu ernten. Die Krone der Hakler durfte sich der frühere Bayerwald-Meister Matthias Mutzbauer aufsetzten. Er rang im Finale Kirwamatador Ulrich Wittkop nieder. Auf den Plätzen folgten Bräu Armin Ertel, Christian Dünsen, Max Falk sowie Pascal Fischer. Die Top-Platzierten freuten sich über schöne Preise.

Für eine Abrundung des Spektakels sorgte eine Tombola mit zahlreichen Gewinnen sowie das zünftige Musikprogramm der Kirchenreinbacher Spitzboum, die viele im Sulzbacher Bergland bekannte Stückln zum Besten gaben. Barnabas-Zitate

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