Adventssingen mit Evi Strehl in der Christuskirche
Weihnachten schon ganz nah

Der Posaunenchor der Christuskirche unter der Leitung von Doreen Deyerl stimmte die Gemeinde mit festlichen Melodien auf den Heiligen Abend ein. Bilder: cog (2)

"Stille Zeit - Heilige Zeit": So sollte der Advent sein. In der vorweihnachtlichen Hast bot das Adventsliedersingen in der Christuskirche mit Evi Strehl Gelegenheit innezuhalten und sich in einer ruhigen friedvollen Stunde auf das Christfest einzustimmen.

Sanfte Solostücke

Drehleiern gibt es seit 2000 Jahren. Vielleicht haben schon die Hirten in Bethlehem auf diesem Instrument gespielt. Mit schlichten Weisen auf diesem Instrument malte Evi Strehl Ochs und Esel, den kalten, zugigen Stall, in dem Jesus zur Welt gekommen ist. Leise summte die Gemeinde mit. Auch die Zither hat eine lange Tradition und ist aus der Volksmusik nicht mehr wegzudenken.

Die sanften Solostücke, die Strehl auf der Zither spielte, hätten Wiegenlieder sein können für das Kind, auf dessen Geburt die Christenheit wartet. Sehr schön waren auch die Lieder, die die bekannte Radioredakteurin zusammen mit Erna Schiekofer sang. Da wurde die große Christuskirche gleichsam zur heimeligen Stube. Auch die Besucher sangen mit kräftigen Stimmen schöne alte Adventslieder wie Luthers "Nun komm, der Heiden Heiland", das Paul-Gerhardt-Lied "Wie soll ich dich empfangen" und "Maria durch ein Dornwald ging". Begleitet wurden sie dabei von Dekanatskantor Gerd Hennecke an der Orgel und dem Posaunenchor der Christuskirche unter der Leitung von Doreen Deyerl.

Der festliche Bläserklang in Vorspielen, Begleitung und Instrumentalstücken, dazu auf der Orgel Alexandre Guilmants "Paraphrase über Tochter Zion" und die "Pastorale" weckten Vorfreude auf Heiligabend.

Dekan Karlhermann Schötz ergänzte die Musik mit einfühlsam ausgewählten Lesungen. "Advent und Weihnachten sagen uns, dass Gott in der Welt ist", erklärte er, "Wäre Jesus nur in Bethlehem geboren und nicht auch in uns, so wäre die Welt verloren."

Zum Abschluss sang die Gemeinde gemeinsam "O du fröhliche". Bei diesem jubelnden Weihnachtslied legte Deyerl den Taktstock zur Seite und spielte auf der Trompete eine strahlende Oberstimme zum herrlichen Zusammenklang des Posaunenchors mit der Orgel. Spätestens da wurde es spürbar: Weihnachten ist nah.
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