01.03.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Bockbierfest beim Bartl mit kernigen Sprüchen und zugkräftigen Männern Ruder stärker als Rudi

Der Kölner Karneval hat ein Dreigestirn, und die Starkbierzeit am Feuerhof auch. Hier ziehen Lehrer, Pfarrer und Wirt alles und jeden durch den Kakao.

Bereits zum 18.Mal schrieb Karl-Heinz Neidl (2. v. re.) mit spitzer Feder die Bockbierrede für die drei Kapellenbrüder, den Wirt Hans-Jürgen Reitzenstein (2. v. li.), dem Pfarrer Armin Kraus und dem Lehrer Anton Fenk ((re.). Bartlwirt Martin Lotter (li.) freute sich über einen gelungenen Auftritt und belohnte mit Gutscheinen.
von Anton FenkProfil

Süffiges Starkbier, herzhafte Schmankerln, zünftige Musik, zynische Kapellenbrüder und der Auftakt zur Stadtmeisterschaft im Fingerhakeln heizten beim Bockbierfest im Gasthof Zum Bartl die Stimmung an. Wirt Martin Lotter schenkte Hauptmann-Stiber-Trunk vom Fass und Weizenbock aus, beides aus der Brauerei Sperber.

Den Ton gab die Erlbochmusi mit Bernhard Luber an. Sie begleitete auch den Einzug der drei Kapellenbrüder. Zum 18. Mal zog das Feuerhofer Dreigestirn mit dem Lehrer (Anton Fenk), dem Pfarrer (Armin Kraus) und dem Wirt (Hans-Jürgen Reitzenstein) von der großen Politik bis zum lokalen Geschehen alles durch den sprichwörtlichen Kakao. Die Texte für das einstündige Levitenlesen hatte wie immer Karl-Heinz Neidl geschrieben.

Den zweiten Höhepunkt des Abends bildete der erste Vorentscheid zur Stadtmeisterschaft im Fingerhakeln. Unter der Regie von Thomas "Jimmy" Gebhardt maßen sich schon zum neunten Mal starke Männer in der Bockbierzeit in Sulzbach-Rosenberg. Vier von ihnen kämpften nach überstandener Vorrunde um die Plätze. Andreas Moser setzte sich gegen Kevin Renner durch und stieg als Dritter aufs Podest.

Im Finale saßen sich Rudi Stief und Martin Ruder gegenüber. Nach einem Duell auf Augenhöhe hatte Ruder das bessere Ende für sich und zog als Erster ins Finale ein. Ausgetragen wird es am Tag des Bieres am Montag, 23. April, in Breitenbrunn.

Zitate der Kapellenbrüder

Politiker, die haben's schön. Sie müssen nicht zur Arbeit geh'n. Gibt es keine Koalition, gibt's Neuwahlen in Kürze schon. Doch ist der Wähler sehr schlecht dran: Die selben alten G'sichter treten wieder an!

Vielleicht wär ja der Koller erfolgreicher g'wen, wenn er im G'schichtsbrunnen a paar Bratwürstln grillt hätt. So wie der Reisinger in seim Planschbecken.

Der Zehnt-Stadel war so eine Art Vorläufer vom Finanzamt. Des kann ja heiter werden, wenns in Zukunft alle Finanzämter unter Denkmalschutz stellen.

Wir könnten den Luitpoldplatz gleich umbenennen in Museumsplatz. Da haben wir ein Apothekenmuseum, ein Buchdruckmuseum, später noch ein Wirtshausmuseum in der Landkutsche, und wenn amal die Computer alles übernommen haben ein Stadtverwaltungsmuseum im Rathaus. Mit Markus Lommer als Museumsdirektor.

Geschichtsforschung im Seidel-Haus ist für mich ein echter Graus. Lasst doch dort mehr Menschen wohnen anstatt Wissenschaftler thronen. Nicht viel aus der Vergangenheit ist interessant in unsrer Zeit. Wir brauchen reichlich Platz zum Leben, und darauf lasst uns einen heben.

Der Storg, der wollte hoch hinaus, drei Stockwerke noch drauf aufs Haus. Doch Käufer halten sich zurück, so plant man wieder weg ein Stück. Statt Luxuswohnungen zu bauen, sollten wir auf Normalos schauen. Nicht Wohnungen für Investoren, Wohnraum für Kinder und Senioren!

Die Sulzbach-Rosenberger Polizei ist ja jetzt blau. Da gibt's leicht Verwechslungen. Neulich war beim Bartl im Wirtshaus ein Blauer, da hat man gar net gwusst, ob's ein Polizist oder einer vom Stammtisch war. Ja und wie heißt denn jetzt die grüne Minna? Blaue Elise vielleicht?

Im Waldbad ham die Becken eine Abdeckung bekommen, damit nachts as Wasser nimmer so abkühlt. Der Hans-Jürgen Reitzenstein hat den Antrag dazu schon vor 26 Jahren gestellt. Na, des is doch ganz schöi schnell ganga! (fnk)

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