23.04.2017 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Brandübungscontainer auf der Hochofen-Plaza Unter realen Bedingungen

Es ist finster, es knistert. Das Feuer breitet sich aus, die Hitze nimmt zu. Eine einzige Fehlentscheidung kann fatale Folgen haben. Um dies zu verhindern, trainieren Feuerwehrleute unter realen Bedingungen. Aber nicht irgendwo, sondern in einem Container.

Der Landesfeuerwehrverband stellt einen Übungscontainer zur Verfügung, damit Atemschutzgeräteträger trainieren können, wie eine Rauchgasdurchzündung (Flashover) ensteht und was sie dann tun müssen. Archivbild: Hartl
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Im Einsatz begegnen Feuerwehrleuten viele Gefahren. Zum Beispiel Rauchdurchzündung (Rollover) und Raumdurchzündung (Flashover). Dazu kommt es, wenn in einem Raum, in dem es brennt, nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist. Wird eine Türe geöffnet und strömt Sauerstoff in das Zimmer, kann es sein, dass sich Rauchgase entzünden, erklärt Frank Schloß von der Rosenberger Feuerwehr. Er ist Zugführer und Ausbilder für Atemschutzgeräte.

Um eine möglichst realitätsnahe Ausbildung zu ermöglichen, gibt es den Brandübungscontainer des Landesfeuerwehrverbandes. Dieser wird den Feuerwehren zur Verfügung gestellt. "Bei der Feuerwehr Rosenberg ist der Brandübungscontainer jetzt zum ersten Mal." Beworben haben sich die Aktiven im vergangenen Jahr, zum Zug gekommen sind sie heuer. Diese mobile Anlage wandert von Landkreis zu Landkreis, ist im gesamten Freistaat unterwegs.

"Letztes Jahr haben wir uns beworben, heuer haben wir den Zuschlag bekommen", freut sich Frank Schloß. Trainieren werden im Container nicht nur Atemschutzgeräteträger der Rosenberger Feuerwehr, sondern aus dem gesamten Landkreis. Insgesamt können 64 Aktive an den Übungseinheiten teilnehmen. Von Dienstagnachmittag, 25. April, bis Samstagmittag, 29. April, steht die mobile Anlage auf der Hochofen-Plaza. Täglich wird von 10 bis 13 Uhr und nach der Mittagspause von 16 bis 16 Uhr trainiert. Pro Durchgang können acht Atemschutzgeräteträger teilnehmen, informiert Schloß.

Mit dem Brandübungscontainer kommen zwei speziell geschulte Ausbilder nach Sulzbach-Rosenberg. Verwendet in der mobilen Anlage wird Holz, dadurch wird die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung künstlich erzeugt.

Brandübungscontainer

Der Brandübungscontainer soll laut einer Presseerklärung des Landesfeuerwehrverbandes die Atemschutzgeräteträger fit machen für schwierige Einsätze. Trainiert werden könne eine realitätsnahe Brandbekämpfung unter umluftunabhängigem Atemschutz. Durch die Verwendung von Holz entstehe die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung. Die Übungseinheiten vermitteln unter anderem, wie Brandverläufe erkannt und gefährliche Situationen richtig eingeschätzt werden können. Die Feuerwehrleute werden bei dem Training mit einem echten Feuer konfrontiert, um sich somit möglichst praxisnah bei gleichzeitiger Beibehaltung sicherer Bedingungen auf den realen Einsatz vorzubereiten. (san)

Bei der Feuerwehr Rosenberg ist der Brandübungscontainer jetzt zum ersten Mal.Kommandant Jürgen Schloß
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